
Mit der Einführung einer M1E-Fahrzeugklasse in Europa möchte man kleine Elektroautos besonders fördern. Nun sollen die Marken Audi und Skoda Ableger der Elektro-Kleinwagenfamilie von VW planen.
Wir berichteten bereits über die Einführung einer M1E-Klasse für kleine Elektroautos, wobei Hersteller von günstigen und in der EU produzierten Kleinwagen, die eine Länge von 4,20 Metern nicht überschreiten, besonders gefördert werden sollen.
Raval-Ableger von Audi und Skoda
Wie das spanische Portal MovilidadEléctrica.com berichtet, plant das Seat-Werk in Martorell eine zweite Produktionslinie für Elektro-Kleinwagen von Audi und Skoda – auf Basis des Cupra Raval. Indem jede Marke ihre eigene Kleinwagen-Variante auf derselben Plattform produziert, rücken Modelle wie ein elektrischer Skoda Fabia oder ein Audi A1 e-tron näher. Dadurch ließen sich Kosten optimieren und es könnte auch für eine breitere Palette an Fahrzeugen für rund 25.000 Euro entstehen und die Position im urbanen Segment steigern.
MEB+-Plattform als Basis
Die weiterentwickelte Plattform „MEB+“ von Volkswagen trägt nicht nur den kommenden ID. Polo oder künftigen ID. Cross, sondern auch das Kompakt-SUV Skoda Epiq sowie Cupra Raval. Die Plattform ermöglicht den Einsatz von Batterien mit bis zu 52 kWh Kapazität und Reichweiten (WLTP) von bis zu 400 Kilometern und ist auf erschwingliche Elektro-Modelle ausgelegt. Davon könnten auch Audi und Skoda profitieren und ihre eigenen Modelle für einen elektrischen A1 oder Elektro-Fabia in die „Electric Urban Car Family“ integrieren.
Fahrzeuge einer M1E-Klasse
In die Fahrzeugklasse M1E würden in Europa produzierte Fahrzeuge fallen, die eine Länge von 4,20 Metern nicht überschreiten. Derartige Modelle werden bei den Angaben zu CO2-Zielen mit einem höheren Faktor berechnet und Herstellern das Erreichen der Emissionsvorgaben erleichtert. In diese Fahrzeugklasse fallen beispielsweise der ID. Polo sowie Cross, Cupra Raval, der kommende Kia EV2, Renault 4, Renault 5 oder Twingo E-Tech und auch Citroën ë-C3.
Fazit
Derzeit gibt es keine offizielle Bestätigung, aber sollte sich die Elektro-Kleinwagenfamilie auf Audi und Skoda ausweiten, würde der VW-Konzern die eigene Strategie weiter ausbauen und die Positionierung weiter stärken. Die M1E-Klasse ist die Alternative zur japanischen Kei-Car-Klasse und könnte starke Anreize zum Kauf von erschwinglicheren und in Europa produzierten Elektro-Kleinwagen schaffen – ein wichtiger Grund im künftigen stärker umkämpften Einstiegssegment.











