
Plug & Charge ermöglicht das einfache und bequeme Laden deines E-Autos – ganz ohne RFID-Karte. An allen kompatiblen Ladestationen reicht es, das Fahrzeug anzuschließen und der Ladevorgang startet automatisch. Kein Kartenchaos, kein Aufwand – einfach einstecken und laden.
Im Ladenkarten-Dschungel verliert man sich schnell. Eine Ladekarte reicht in den meisten Fällen gar nicht aus, insbesondere auf Langstrecken. Dank der Kommunikationsschnittstelle ISO 15118 gibt es bereits zahlreiche Elektroautos die das Plug & Charge unterstützen. Dabei fährt man an die PnC-fähige Ladestation, steckt das E-Auto einfach an und schon wird geladen. Die Abrechnung erfolgt dann komfortabel über die im Auto hinterlegte Zahlungsmethode (Ladekarte).
Tabelle der Plug & Charge fähigen E-Autos
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| Modell | Modelljahr | |
|---|---|---|
| 1 | Volkswagen ID. Buzz Cargo | 2025 |
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Wie funktioniert Plug & Charge?
Plug & Charge basiert auf dem ISO 15118-Standard, der eine verschlüsselte Kommunikation zwischen dem E-Auto und der Ladestation ermöglicht. Sobald du das Ladekabel einsteckst, identifiziert sich das Fahrzeug automatisch mit einem im Fahrzeug hinterlegten digitalen Zertifikat. Die Abrechnung erfolgt dann über den im Zertifikat hinterlegten Ladevertrag – ohne dass man eine App, Karte oder QR-Code benötigt.
Voraussetzung für Plug & Charge
Damit das Auto auch ohne die Verwendung einer Ladekarte oder Kreditkarte an einer Säule laden kann, müssen einige wenige Voraussetzungen erfüllt sein:
- Das Elektrofahrzeug muss Plug & Charge unterstützen.
- Die Ladestation muss ISO 15118-konform sein.
- Man muss bei einem Anbieter angemeldet sein, der Plug & Charge unterstützt – z. B. Mercedes me Charge, BMW Charging, Elli (VW) oder Maingau.
- Ein gültiger Ladevertrag muss im Fahrzeug hinterlegt bzw. über das Backend des Herstellers verknüpft sein.
An welchen Ladesäulen kann Plug & Charge genutzt werden?
Die gute Nachricht vorab, bereits viele Ladesäulen unterstützen das Plug and Charge. Das betrifft insbesondere Ladesäulen der großen Anbieter wie IONITY, Aral Pulse, EnBW oder Allego. Wie man sieht, handelt es sich dabei meist um die großen Anbieter von HPC-Säulen. Bei AC Ladesäulen kommt Plug & Charge noch nicht so häufig vor. Folgende Anbieter unterstützen Plug & Charge schon ganz oder wird gerade ausgebaut. In der Regel lässt sich im Navi des Fahrzeuges nach Plug & Charge fähige Ladesäulen filtern.
- IONITY
- Allego
- Fastned
- Pfalzwerke
- Mer Germany
- Aral pulse
- EnBW (mobility+)
- E.ON Drive
- Elli (Volkswagen Group Charging)
- Audi Charging Hub
- Porsche Charging Service
Nachteile von Plug & Charge
So schön sich Plug & Charge anhört, gibt es aber auch einige Nachteile.
- Begrenzte Verfügbarkeit:
Noch längst nicht alle Ladesäulen und Fahrzeuge unterstützen Plug & Charge.
Vor allem AC-Ladesäulen (Wechselstrom) sind meist nicht kompatibel. - Nur ein Vertrag aktiv nutzbar
Oft kann nur ein einziger Ladevertrag aktiv genutzt werden, selbst wenn mehrere hinterlegt sind.
Man hat keine manuelle Auswahlmöglichkeit im Fahrzeug, welcher Tarif verwendet werden soll. - Abhängigkeit vom Fahrzeughersteller
Meist läuft die Verwaltung des PnC-Vertrags über das Hersteller-Backend (z. B. Mercedes me, VW Elli).
Ein Wechsel des Fahrzeugs oder Vertrags kann umständlich sein. - Intransparente Preisgestaltung
Ohne App oder Anzeige an der Säule ist oft nicht ersichtlich, zu welchem Preis geladen wird. Das kann zu unerwartet hohen Kosten führen. - Keine Autorisierung per App oder Karte möglich
Wenn Plug & Charge aktiv ist, startet der Ladevorgang direkt – ohne weitere Rückfrage.
Das kann z. B. bei Sharing-Fahrzeugen oder Firmenwagen ein Nachteil sein.
Simon Gralki
Elektrisch mit einem VW ID.3 (seit 2024) und einem VW ID.Buzz (seit 2025) unterwegs.






EnBW unterstützt kein PnC, sondern AutoCharge – das sind unterschiedliche Technologien. PnC ist ISO Standard und AutoCharge ist ein MAC basierter proprietärer Standard. Z.B. Mini (aber auch z.T. BMW) unterstützt PnC aber kein AutoCharge.