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Denny Krull 26. Januar 2026
Ansicht der Blade-Batterie mit LFP-Chemie von BYD

Die Anzahl der Elektroautos mit einer LFP-Batterie überstieg im Jahr 2025 erstmals die der Batterien mit NMC-Zellchemie.

Lange galt die NMC-Batterie als am häufigsten eingesetzter Batterie-Typ im Elektroauto. Das Forschungs- und Analyseunternehmen Rho Motion hat nun ermittelt, dass der Einsatz von LFP-Batterien im letzten Jahr beziehungsweise in den ersten elf Monaten 2025 weltweit um 43% gewachsen und demnach über 50% lag, wie EVMagazine berichtet.

Größten Anteil hat China

Im chinesischen Markt ist die LFP-Batterie (Lithuim-Eisenphosphat) die am häufigsten eingesetzte Zellchemie. Mit einem Anteil von über 80% der in China verkauften Elektroautos dominiert die Batterie mit LFP-Chemie ganz klar. Dies lässt sich auf eine günstigere Produktion rückschließen, auch wenn die LFP-Batterie eine geringere Energiedichte hat und somit weniger Reichweite bietet als beispielsweise eine Batterie mit NMC-Chemie (Nickel-Mangan-Kobalt). Die Nachteile der LFP-Batterie werden häufig durch Innovationen wie der CTP (Cell-to-Pack-Technologie), bei der Batteriezellen direkt in das Gehäuse eingesetzt werden, ausgeglichen.

Starker Wachstum außerhalb Chinas

Laut dem Bericht lag der Wachstum der LFP-Batterien in Elektroautos bei 66% in den ersten elf Monaten des Jahres 2025, was den größten Zuwachs jemals zuvor ausmacht. Die Expansion der chinesischen Hersteller wie BYD, Leapmotor, XPeng, GWM, Zeekr oder auch MG trieb diese Entwicklung voran. Allerdings gibt es auch immer mehr europäische Hersteller, die eine LFP-Batterie in ihren Elektroautos einsetzen. Mercedes mit der Basisversion des CLA und die des neuen GLC, Volkswagen mit dem kommenden ID. Polo , der neue Dacia Spring oder auch der neue Elektro-Kleinwagen Renault Twingo E-Tech Electric sowie weiterer Einstiegsmodelle der zum Stellantis-Konzern gehörenden Marken sind nur einige Beispiele dafür, dass immer mehr auf eine LFP-Chemie gesetzt wird.

Rückgang in Nordamerika

Als einzige Region ging der Marktanteil von LFP in Nordamerika zurückum über 40% in den ersten elf Monaten des Jahres. Laut dem Bericht trug Tesla maßgeblich dazu bei, nachdem die Produktion der Model 3 Basisvariante mit LFP-Batterie eingestellt wurde. So sind die Marken Tesla, Rivian und Ford die einzigen, bei denen die Basisversion ihrer Fahrzeuge mit einer LFP-Batterie ausgestattet ist und deren Marktanteil liegt bei nur 1%.

Ansteigender Wachstum erwartet

Der steigende Anteil wird durch die weltweite Expansion chinesischer Hersteller weiter vorangetrieben, was auch an günstigeren Modellen liegt. So setzt BYD auf Wachstum und plant, bis 2030 die Hälfte der Fahrzeuge außerhalb von China abzusetzen. Dafür sind bereits Werke in Ungarn, Brasilien, der Türkei und Indonesien geplant. Dies hat auch ein Wachstum der LFP-Batterie zur Folge, denn BYD ist ein führender Hersteller von LFP-Batterien und bekannt für die sichere Blade-Batterie (Artikelbild).

Auch werden europäische Hersteller vermehrt günstigere Fahrzeuge mit LFP-Batterie anbieten, um mit den chinesischen Marken konkurrieren zu können und bei der Produktion von LFP-Batterien ist ebenfalls ein steigendes Wachstum zu erwarten. Ab 2026 sollen neue Produktionsstätten in Europa den Betrieb aufnehmen, wozu Werke con CATL und Envision AESC in Spanien sowie EVE Energy in Ungarn gehören.

Fazit

Der Trend zu erschwinglicher Elektromobilität setzt sich weiter fort und dazu gehören nicht nur kompakte Stromer, sondern auch die Technik, die in ihnen steckt. Dabei spielt die günstigere LFP-Batterie eine wichtige Rolle und beweist, dass sie mit der NMC-Zellchemie mithalten kann, da mit Modellen wie dem neuen XPeng G6 oder G9 bewiesen wurde, dass sie trotz des günstigeren Preises sehr gute Ladeleistungen und alltagstaugliche Reichweite liefern. Für Interessierte haben wir eine Übersicht zu den Batterie-Typen im Elektroauto.

Quelle: EVMagazine

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