
Solange noch Platz im Kofferraum ist, dürfte ja alles in Ordnung sein, oder? Falsch gedacht, denn was viele Fahrer nicht beachten, ist die maximale Zuladung im Elektroauto. Nur weil noch eine Lücke im Kofferraum frei ist, heißt es nicht, dass man ihn ohne Bedenken weiter beladen kann.
Gerade bei der Fahrt in den Urlaub sind teilweise alle Sitze belegt, der Kofferraum à la Tetris bepackt und wenn noch irgendwo Platz im hinteren Fußraum ist, wird dort auch noch eine Tasche zwischengeschoben. An eine Überladung wird meistens nicht gedacht, aber auch ein E-Auto ist schneller überladen als man denkt, denn zur Zuladung gehört alles, was zusätzlich zum Leergewicht ins Elektrofahrzeug kommt – dies sollte auch beim künftigen Elektroauto beachtet werden.
Nachfolgend haben wir eine Tabelle (Stand: 01.2026) mit Elektroautos mit hoher möglicher Zuladung zusammengestellt. Außerdem gehen wir weiter unten auf die Risiken eines überladenen E-Autos ein.
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| Modell | Modelljahr | Mögliche Zuladung | |
|---|---|---|---|
| 1 | Fiat E-Ducato | 2024 | 1385 kg |
| 2 | Nissan Interstar-e | 2024 | 1313 kg |
| 3 | Maxus eDeliver 5 | 2024 | 1190 kg |
| 4 | Renault Trafic E-Tech | 2023 | 1185 kg |
| 5 | Maxus eDeliver 7 | 2024 | 1125 kg |
| 6 | Renault Master E-Tech | 2024 | 1122 kg |
| 7 | Volkswagen e-Transporter Kasten | 2025 | 1118 kg |
| 8 | Citroën ë-Jumpy Kastenwagen | 2024 | 1051 kg |
| 9 | Maxus eDeliver 3 | 2023 | 970 kg |
| 10 | Maxus eDeliver 9 | 2024 | 965 kg |
| 11 | Mercedes-Benz eSprinter | 2024 | 963 kg |
| 12 | Ford E-Transit | 2024 | 960 kg |
| 13 | Fiat E-Scudo | 2024 | 923 kg |
| 14 | JAC M3EV | 2024 | 910 kg |
| 15 | Citroën ë-Berlingo Kastenwagen | 2024 | 907 kg |
| 16 | Mercedes-Benz eVito Kastenwagen | 2024 | 882 kg |
| 17 | Toyota Proace City Electric | 2021 | 800 kg |
| 18 | Volkswagen ID. Buzz Cargo | 2025 | 754 kg |
| 19 | Toyota Proace Electric | 2021 | 750 kg |
| 20 | Kia PV5 Cargo | 2025 | 745 kg |
| 21 | Fiat E-Doblò | 2024 | 709 kg |
| 22 | Opel Combo Cargo Electric | 2024 | 706 kg |
| 23 | Nissan Townstar EV | 2022 | 702 kg |
| 24 | Renault Kangoo Rapid E-Tech | 2024 | 702 kg |
| 25 | Mercedes-Benz eCitan | 2023 | 694 kg |
| 26 | Citroën ë-Jumper | 2024 | 635 kg |
| 27 | Toyota Proace Max Electric | 2024 | 635 kg |
| 28 | Opel Movano Electric | 2024 | 635 kg |
| 29 | Peugeot E-Boxer | 2024 | 635 kg |
| 30 | Citroën ë-C3 Van | 2025 | 301 kg |
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Was passiert beim Überladen des E-Autos?
Wie für so viele Dinge gibt es auch beim Gewicht des Autos Vorschriften und Elektroautos sind davon nicht ausgenommen. So drohen dem Fahrer bei einem überladenen Fahrzeug Geldstrafen und auch Punkte in Flensburg, was abhängig von der Überladung in Prozent ist. Dabei ist es generell egal, ob es sich um ein Verbrenner oder Elektroauto handelt, denn ein zu hohes Gewicht wirkt sich auf das Fahrzeug aus, sodass es verzögert reagiert, der Bremsweg verlängert ist oder die Reifen zu stark belastet werden. Auch muss man beachten, dass dadurch der Verbrauch steigt und die Reichweite beim E-Auto sinkt.
Wie viel Gewicht im E-Auto ist erlaubt?
Die zulässige Gesamtmasse beziehungsweise das zulässige Gesamtgewicht unterscheidet sich zwischen den Modellen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann dies direkt im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) prüfen. Unter dem Punkt „F.2“ kann man die zulässige Gesamtmasse des Fahrzeugs einsehen. Wenn man davon die unter „G“ angezeigte Leermasse abzieht, erhält man die mögliche Zuladung.
Achslast beachten
Mit dem Herausfinden der maximalen Zuladung und Bestimmung des zulässigen Gesamtgewichts ist es noch nicht getan, denn die Zuladung muss sich auch entsprechend auf der Vorder- und Hinterachse verteilen. Im Fahrzeugschein findet man die maximale Achslast unter dem Punkt „8.1“ (Vorderachse) und „8.2“ (Hinterachse). Dabei muss man beachten, dass die Hinterachse das meiste Gewicht trägt, denn egal ob Dachgepäckbox, Fahrradträger oder Personen auf den hinteren Sitzen – alles ist Ballast und wirkt auf die Hinterachse. Dadurch verlagert sich der Schwerpunkt des Fahrzeugs und kann bei Überladung zu einem schlechterem Fahrverhalten führen.
Bußgelder bei Überladung
Hat man das zulässige Gesamtgewicht überschritten, wird in Deutschland ab einer Toleranzgrenze von 5% ein Bußgeld fällig, welches deutlich erhöht wurde und bei einer Überladung von über 20% muss man sogar mit einem Punkt in Flensburg rechnen. Die Bußgelder für überladene PKW sind folgendermaßen gestaffelt und man muss beachten, dass man an Ort und Stelle die Überladung beheben muss und nicht weiterfahren darf:
- Ab 5 Prozent: 38,50 € Bußgeld – kein Punkt
- Ab 10 Prozent: 58,50 € Bußgeld – kein Punkt
- Ab 15 Prozent: 63,50 € Bußgeld – kein Punkt
- Ab 20 Prozent: 123,50 € Bußgeld – 1 Punkt
- Ab 25 Prozent: 168,50 € Bußgeld – 1 Punkt
- Ab 30 Prozent: 263,50 € Bußgeld – 1 Punkt
Ein Fahrverbot gibt es nicht, allerdings muss man umgehend das Gewicht im Fahrzeug reduzieren und dafür sorgen, dass das zulässige Gewicht nicht überschritten wird, bevor man weiterfahren darf. Auch sollte man beachten, dass ein überladenes (E-)Auto im Ausland deutlich teurer werden kann.
Wie kann man eine Überladung verhindern?
Um zu verhindern, dass man auf dem Weg in den Urlaub erstmal mitten auf der Autobahn den Kofferraum ausräumen muss, kann man vorher das Gewicht des Fahrzeugs im vollgepackten Zustand prüfen lassen. Dafür bietet beispielsweise der ADAC Prüfstellen, allerdings bieten auch manche Schrotthändler oder Wertstoffhöfe das Wiegen des Fahrzeugs an. Wer häufig in den Urlaub fährt, sollte über die Anschaffung einer Radlast- beziehungsweise Fahrzeugwaage nachdenken. Außerdem kann man folgende Dinge beachten:
- Gewicht der Ladung beachten und unnötige Dinge zu Hause lassen
- Schwere Koffer nah an die Rückenlehne der hinteren Sitzbank oder im hinteren Fußraum verstauen, sofern möglich
- Reifendruck bei hoher Beladung beachten
- Ladung gut sichern, um bei einer Vollbremsung ein Verrutschen zu verhindern
Fazit
Wer sich vorher über das zulässige Gesamtgewicht des Elektrofahrzeugs informiert, ist auf der sicheren Seite und verhindert zusätzlichen Stress sowie mögliche Bußgelder. Zudem sollte man beachten, dass eine Überladung sowohl die Sicherheit als auch den Komfort beeinträchtigt – schließlich möchte man doch sicher am Ziel ankommen.





