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Denny Krull 26. März 2025
Zuladung bei Elektroautos

Solange noch Platz im Kofferraum ist, dürfte ja alles in Ordnung sein, oder? Falsch gedacht, denn was viele Fahrer nicht beachten, ist die maximale Zuladung im Elektroauto. Nur weil noch eine Lücke im Kofferraum frei ist, heißt es nicht, dass man ihn ohne Bedenken weiter beladen kann.

Gerade bei der Fahrt in den Urlaub sind teilweise alle Sitze belegt, der Kofferraum à la Tetris bepackt und wenn noch irgendwo Platz im hinteren Fußraum ist, wird dort auch noch eine Tasche zwischengeschoben. An eine Überladung wird meistens nicht gedacht, aber auch ein E-Auto ist schneller überladen als man denkt, denn zur Zuladung gehört alles, was zusätzlich zum Leergewicht ins Elektrofahrzeug kommt – dies sollte auch beim künftigen Elektroauto beachtet werden.

Nachfolgend haben wir eine Tabelle (Stand: 01.2026) mit Elektroautos mit hoher möglicher Zuladung zusammengestellt. Außerdem gehen wir weiter unten auf die Risiken eines überladenen E-Autos ein.

ModellModelljahrMögliche Zuladung
1Volkswagen e-Transporter Kombi2025989 kg
2Citroën ë-Jumpy2024982 kg
3Peugeot E-Expert2024982 kg
4Peugeot E-Traveller2024969 kg
5Fiat E-Ulysse2022960 kg
6Mercedes-Benz eVito Tourer2024942 kg
7Maxus T90 EV2023925 kg
8Opel Zafira Electric2024914 kg
9Citroën ë-Spacetourer2024914 kg
10Mercedes-Benz EQV2024906 kg
11KGM Musso EV2026905 kg
12JAC T9 EV2025880 kg
13Volkswagen e-Caravelle2025857 kg
14Lucid Gravity2026798 kg
15Toyota Proace Verso Electric2021750 kg
16Porsche Taycan2024710 kg
17Voyah Dream2023692 kg
18Porsche Taycan Sport Turismo2024680 kg
19Skoda Enyaq2025672 kg
20Tesla Model Y2021 - 2025660 kg
21Ford E-Tourneo Custom2024 - 2026651 kg
22BMW iX2025650 kg
23BMW i52023645 kg
24Maserati Grecale Folgore2024 - 2026630 kg
25Tesla Model X2019 - 2026630 kg
26Peugeot E-50082024624 kg
27Toyota C-HR+2026620 kg
28Maxus MIFA 72024617 kg
29Maxus MIFA 92023615 kg
30Kia EV92023615 kg
31Audi Q6/SQ6 e-tron2025 - 2026615 kg
32BMW i72022610 kg
33Volvo EX902024 - 2026610 kg
34Mercedes-Benz EQE SUV2025610 kg
35Renault Grand Kangoo E-Tech2024609 kg
36Mercedes-Benz EQT2023606 kg
37Porsche Taycan Cross Turismo2024605 kg
38Voyah Free2023605 kg
39Volkswagen ID. Buzz2024600 kg
40Mercedes-Benz EQE Limousine2024 - 2025600 kg
41Hyundai IONIQ 92025599 kg
42Skoda Elroq2024595 kg
43Audi Q8 e-tron2022595 kg
44Porsche Macan2024 - 2026590 kg
45Lucid Air2022 - 2026588 kg
46Ford Capri2024 - 2026587 kg
47Ford Explorer2024 - 2026585 kg
48Kia PV5 Passenger2025585 kg
49Opel Grandland Electric2024 - 2025580 kg
50Nio EL82024577 kg
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Was passiert beim Überladen des E-Autos?

Wie für so viele Dinge gibt es auch beim Gewicht des Autos Vorschriften und Elektroautos sind davon nicht ausgenommen. So drohen dem Fahrer bei einem überladenen Fahrzeug Geldstrafen und auch Punkte in Flensburg, was abhängig von der Überladung in Prozent ist. Dabei ist es generell egal, ob es sich um ein Verbrenner oder Elektroauto handelt, denn ein zu hohes Gewicht wirkt sich auf das Fahrzeug aus, sodass es verzögert reagiert, der Bremsweg verlängert ist oder die Reifen zu stark belastet werden. Auch muss man beachten, dass dadurch der Verbrauch steigt und die Reichweite beim E-Auto sinkt.

Wie viel Gewicht im E-Auto ist erlaubt?

Die zulässige Gesamtmasse beziehungsweise das zulässige Gesamtgewicht unterscheidet sich zwischen den Modellen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann dies direkt im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) prüfen. Unter dem Punkt „F.2“ kann man die zulässige Gesamtmasse des Fahrzeugs einsehen. Wenn man davon die unter „G“ angezeigte Leermasse abzieht, erhält man die mögliche Zuladung.

Achslast beachten

Mit dem Herausfinden der maximalen Zuladung und Bestimmung des zulässigen Gesamtgewichts ist es noch nicht getan, denn die Zuladung muss sich auch entsprechend auf der Vorder- und Hinterachse verteilen. Im Fahrzeugschein findet man die maximale Achslast unter dem Punkt „8.1“ (Vorderachse) und „8.2“ (Hinterachse). Dabei muss man beachten, dass die Hinterachse das meiste Gewicht trägt, denn egal ob Dachgepäckbox, Fahrradträger oder Personen auf den hinteren Sitzen – alles ist Ballast und wirkt auf die Hinterachse. Dadurch verlagert sich der Schwerpunkt des Fahrzeugs und kann bei Überladung zu einem schlechterem Fahrverhalten führen.

Bußgelder bei Überladung

Hat man das zulässige Gesamtgewicht überschritten, wird in Deutschland ab einer Toleranzgrenze von 5% ein Bußgeld fällig, welches deutlich erhöht wurde und bei einer Überladung von über 20% muss man sogar mit einem Punkt in Flensburg rechnen. Die Bußgelder für überladene PKW sind folgendermaßen gestaffelt und man muss beachten, dass man an Ort und Stelle die Überladung beheben muss und nicht weiterfahren darf:

  • Ab 5 Prozent: 38,50 € Bußgeld – kein Punkt
  • Ab 10 Prozent: 58,50 € Bußgeld – kein Punkt
  • Ab 15 Prozent: 63,50 € Bußgeld – kein Punkt
  • Ab 20 Prozent: 123,50 € Bußgeld – 1 Punkt
  • Ab 25 Prozent: 168,50 € Bußgeld – 1 Punkt
  • Ab 30 Prozent: 263,50 € Bußgeld – 1 Punkt

Ein Fahrverbot gibt es nicht, allerdings muss man umgehend das Gewicht im Fahrzeug reduzieren und dafür sorgen, dass das zulässige Gewicht nicht überschritten wird, bevor man weiterfahren darf. Auch sollte man beachten, dass ein überladenes (E-)Auto im Ausland deutlich teurer werden kann.

Wie kann man eine Überladung verhindern?

Um zu verhindern, dass man auf dem Weg in den Urlaub erstmal mitten auf der Autobahn den Kofferraum ausräumen muss, kann man vorher das Gewicht des Fahrzeugs im vollgepackten Zustand prüfen lassen. Dafür bietet beispielsweise der ADAC Prüfstellen, allerdings bieten auch manche Schrotthändler oder Wertstoffhöfe das Wiegen des Fahrzeugs an. Wer häufig in den Urlaub fährt, sollte über die Anschaffung einer Radlast- beziehungsweise Fahrzeugwaage nachdenken. Außerdem kann man folgende Dinge beachten:

  • Gewicht der Ladung beachten und unnötige Dinge zu Hause lassen
  • Schwere Koffer nah an die Rückenlehne der hinteren Sitzbank oder im hinteren Fußraum verstauen, sofern möglich
  • Reifendruck bei hoher Beladung beachten
  • Ladung gut sichern, um bei einer Vollbremsung ein Verrutschen zu verhindern

Fazit

Wer sich vorher über das zulässige Gesamtgewicht des Elektrofahrzeugs informiert, ist auf der sicheren Seite und verhindert zusätzlichen Stress sowie mögliche Bußgelder. Zudem sollte man beachten, dass eine Überladung sowohl die Sicherheit als auch den Komfort beeinträchtigt – schließlich möchte man doch sicher am Ziel ankommen.

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