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Simon Gralki 14. März 2025
Der Audi e-tron GT mit hoher Ladeleistung beim laden

Auf langen Strecken ist nicht nur die Akkugröße des E-Autos entscheidend. Fast noch wichtiger ist die maximale Ladeleistung. In diesem Artikel haben wir eine Tabelle von Elektroautos mit der besten Peak-Ladeleistung.

Ein großer Akku bringt nichts, wenn dieser nur langsam aufgeladen werden kann. Man stelle sich vor, bei einer Strecke von über 1.000 Kilometer stehen vier Ladestopps an und jeder Stopp würde eine Stunde dauern, da die Ladeleistung nicht hoch genug ist. Fahrer, die mit dem E-Auto häufig lange Strecken fahren, sollten unbedingt die maximale Ladeleistung des Elektrofahrzeugs beachten. Denn die bestimmt, wie lange man an der Ladesäule stehen muss, bis der Akku wieder aufgeladen ist.

Schnelles Laden an der Ladesäule – Das sind die Top 50 E-Autos

Hohe Ladeleistungen waren lange Exoten wie dem Lotus Eletre oder den Lucid Air vorbehalten, doch inzwischen gibt es eine Reihe von E-Autos mit hoher Ladeleistung, die teilweise eine höhere Ladeleistung unterstützen, als einige Ladesäulen in Deutschland überhaupt hergeben.

ModellModelljahrMaximale Ladeleistung (DC)Batteriekapazität (Brutto)
1XPeng G92025525 kW92,20 kWh
2Xiaomi SU72024490 kW73,60 kWh
3Zeekr 7GT2026480 kW75 kWh
4Zeekr 7X2025480 kW75 kWh
5XPeng G62025451 kW80,80 kWh
6XPeng P72026446 kW74,90 kWh
7Porsche Cayenne Electric2026400 kW113 kWh
8BMW i32026400 kW115 kWh
9Smart #52025400 kW100 kWh
10BMW iX32025400 kW-
11Volvo EX60 Cross Country2026370 kW95 kWh
12Volvo EX602026370 kW95 kWh
13MG IM52025350 kW100 kWh
14Genesis GV702022 - 2025350 kW77,40 kWh
15MG IM62025350 kW100 kWh
16Volvo EX902026350 kW106 kWh
17Renault 5 E-Tech2024350 kW70 kWh
18Volvo ES902025350 kW106 kWh
19Lotus Eletre2023 - 2025350 kW112 kWh
20Polestar 32026350 kW106 kWh
21Lotus Emeya2024 - 2025350 kW102 kWh
22Polestar 52025350 kW112 kWh
23Mercedes-Benz GLC2026330 kW100 kWh
24Mercedes-Benz CLA2025320 kW-
25Porsche Taycan2024320 kW105 kWh
26Porsche Taycan Cross Turismo2024320 kW105 kWh
27Mercedes-Benz GLB2026320 kW-
28Porsche Taycan Sport Turismo2024320 kW105 kWh
29Audi e-tron GT2025320 kW105 kWh
30Lucid Air2022 - 2026300 kW111 kWh
31Mercedes-Benz VLE2026300 kW-
32Porsche Macan2024 - 2026270 kW100 kWh
33Maserati GranCabrio Folgore2024270 kW92,50 kWh
34Audi Q6/SQ6 e-tron2025 - 2026270 kW83 kWh
35Maserati GranTurismo Folgore2024270 kW92,50 kWh
36Audi A6/S6 e-tron2025270 kW100 kWh
37Hyundai IONIQ 62026260 kW84 kWh
38Hyundai IONIQ 52025260 kW84 kWh
39Kia EV62024258 kW84 kWh
40Tesla Model 32024 - 2025250 kW-
41Lucid Gravity2026250 kW-
42Tesla Model Y2021 - 2025250 kW78,10 kWh
43Tesla Model X2019 - 2026250 kW100 kWh
44Tesla Cybertruck2024250 kW123 kWh
45Fisker Ocean2023250 kW113 kWh
46Tesla Model S2023 - 2026250 kW100 kWh
47Nio EL82024240 kW100 kWh
48Genesis GV602022240 kW77,40 kWh
49Hyundai IONIQ 92025233 kW110 kWh
50BYD Sealion 72025230 kW93 kWh
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ModellModelljahrMaximale Ladeleistung (DC)Batteriekapazität (Brutto)
1Volkswagen ID. Buzz Cargo2025185 kW84 kWh
2Ford E-Transit2024180 kW89 kWh
3Citroën ë-Jumper2024150 kW110 kWh
4Fiat E-Ducato2024150 kW110 kWh
5Opel Movano Electric2024150 kW110 kWh
6Toyota Proace Max Electric2024150 kW110,60 kWh
7Kia PV5 Cargo2025150 kW-
8Peugeot E-Boxer2024150 kW110 kWh
9Nissan Interstar-e2024130 kW40 kWh
10Renault Master E-Tech2024130 kW87 kWh
11Volkswagen e-Transporter Kasten2025125 kW-
12Ford E-Transit Courier2024100 kW54 kWh
13Toyota Proace Electric2021100 kW50 kWh
14Iveco eSuperJolly2026100 kW110 kWh
15Fiat E-Doblò2024100 kW50 kWh
16Toyota Proace City Electric2021100 kW50 kWh
17Fiat E-Scudo2024100 kW50 kWh
18Opel Combo Cargo Electric2024100 kW52 kWh
19Citroën ë-C3 Van2025100 kW30 kWh
20Citroën ë-Berlingo Kastenwagen2024100 kW50 kWh
21Citroën ë-Jumpy Kastenwagen2024100 kW50 kWh
22Maxus eDeliver 7202490 kW77 kWh
23Nissan Townstar EV202280 kW48 kWh
24Renault Kangoo Rapid E-Tech202480 kW45 kWh
25Mercedes-Benz eCitan202380 kW-
26Maxus eDeliver 9202475 kW77 kWh
27Maxus eDeliver 5202460 kW64 kWh
28JAC M3EV202450 kW53 kWh
29Mercedes-Benz eVito Kastenwagen202450 kW66 kWh
30Renault Trafic E-Tech202350 kW-
31Mercedes-Benz eSprinter202450 kW-
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XPeng an der Spitze

Längere Zeit waren Modelle wie Lotus Eletre oder Lotus Emeya mit einer Ladeleistung von bis zu 350 kW an der Spitze. Nun findet man auf den ersten fünf Plätzen bereits Elektrofahrzeuge mit über 450 kW DC-Ladeleistung – darunter Modelle von XPeng. Der neue XPeng G9 mit 800-Volt-Technik und einer maximalen Ladeleistung von bis zu 525 kW sichert sich die Spitze (Stand: Dezember 2025). Zwar geben die meisten Ladesäulen in Deutschland teilweise nur bis 350 kW oder 400 kW her, aber möglich wäre es: In nur 12 Minuten soll man die 92-kWh-LFP-Batterie von 10% auf 80% nachladen können.

Volvo nicht unter den Top 10

Seit März 2025 ist die neue Limousine ES90 von Volvo erhältlich. Ebenfalls mit der 800-Volt-Architektur schafft der Schwede eine Peak-Ladeleistung von 350 kW. Damit soll die 106-kWh-Batterie (Bruttokapazität) in nur 20 Minuten von 10% auf 80% aufgeladen werden können. Zwar ist die Ladeleistung beachtlich, allerdings haben sich chinesische Modelle durchgesetzt und es bleibt abzuwarten, wie hoch die Ladeleistung beim kommenden Volvo EX60 sein wird.

Audi, BMW oder Porsche ebenfalls hinter chinesischen Marken

Sowohl der Porsche Taycan als auch der „kleinere“ Bruder Audi S e-tron GT sind Spitzenmodelle mit einer maximalen Ladeleistung von beeindruckenden 320 kW. Beide Sportwagen verfügen über eine 105-kWh-Batterie, die dank der schnellen Ladeleistung in 18 Minuten an der HPC-Ladesäule wieder auf 80 Prozent geladen werden soll. Auch Fahrzeuge wie der neue Cayenne Electric oder das Neue-Klasse-Modell, der BMW iX3, müssen sich mit 400 kW Ladeleistung hinter den China-Modellen einreihen.

Bezahlbare E-Autos mit hoher Ladeleistung

Wie es so üblich ist, befinden sich auf Toplisten und Rankings meist nur die teuren Elektroautos. Auch bei den E-Autos mit der besten Ladeleistung sieht es nicht anders aus. Doch inzwischen gibt es durchaus bezahlbare Elektroautos, die den teuren Sportwagen allmählich das Wasser reichen können – bei ausreichender Schnellladeleistung. Der Hyundai IONIQ 5 schafft schon 260 kW, ein Kia EV6 ebenfalls 258 kW.

Sämtliche Modelle von Tesla wie Model 3 oder Model Y schaffen eine Ladeleistung von 250 kW. Wem die Ladeleistung von 200 kW ausreicht, findet in diesem Bereich eine große Auswahl an Fahrzeugen.

Der Einfluss hoher Ladeleistung auf die Ladezeit von Elektroautos – Ein realistischer Vergleich

Elektroautos sind auf langen Strecken stark von ihrer Ladegeschwindigkeit abhängig. Eine hohe Ladeleistung kann den Unterschied zwischen einer kurzen Kaffeepause und einer längeren Wartezeit ausmachen. Doch es gibt ein wichtiges Detail, das oft übersehen wird: Elektroautos laden nicht konstant mit der maximal angegebenen Ladeleistung, sondern folgen einer Ladekurve. Diese beeinflusst maßgeblich, wie schnell ein Fahrzeug tatsächlich Energie nachlädt. In diesem Artikel betrachten wir den Unterschied anhand zweier Fahrzeuge mit unterschiedlichen Ladeleistungen und realistischen Ladekurven.

Warum ist die Ladeleistung nicht konstant?

Moderne Elektroautos laden in mehreren Phasen. Während zu Beginn oft hohe Ladeleistungen anliegen, sinkt diese nach einer gewissen Zeit deutlich ab. Der Grund liegt im Batteriemanagement: Eine Batterie kann nicht beliebig schnell geladen werden, ohne ihre Lebensdauer negativ zu beeinflussen. Zudem hängt die Ladeleistung stark von der Temperatur und dem aktuellen Ladestand (SoC – State of Charge) ab. Häufig wird die maximale Ladeleistung nur zwischen 10 % und 30 % oder 40 % des Ladestands erreicht, bevor sie abnimmt.

Beispiel: VW ID. Buzz vs. Porsche Taycan

Um den Einfluss einer hohen Ladeleistung zu verdeutlichen, vergleichen wir zwei Elektroautos mit unterschiedlichen technischen Voraussetzungen: Den VW ID. Buzz, der mit maximal 170 kW laden kann, und den Porsche Taycan, der eine Ladeleistung von bis zu 270 kW ermöglicht. Beide Fahrzeuge haben eine nutzbare Batteriekapazität von 80 kWhund sollen von 10 % auf 80 % aufgeladen werden.

Ladekurve des VW ID. Buzz (2023)

Der ID. Buzz basiert auf einem 400-Volt-System und erreicht seine maximale Ladeleistung von 170 kW nur für einen kurzen Zeitraum. Die Ladekurve zeigt, dass:

  • Zwischen 10 % und 30 % SoC tatsächlich Werte um 170 kW erreicht werden können.

  • Ab 40 % SoC die Ladeleistung auf etwa 120–130 kW sinkt.

  • Bei 70 % SoC fällt die Ladeleistung auf unter 100 kW.

  • Bei 80 % SoC beträgt die Ladeleistung nur noch etwa 50 kW.

Durch diese sinkende Ladeleistung benötigt der ID. Buzz für die Ladung von 10 % auf 80 % etwa 30 Minuten an einer geeigneten Schnellladestation.

Die Ladekurve vom VW ID Buzz Pro mit dem 82 kW Akku
Ladekurve von VW ID.Buzz Pro (Bild von evkx.net)

Ladekurve des Porsche Taycan

Der Porsche Taycan nutzt eine 800-Volt-Architektur, die ihm erlaubt, besonders hohe Ladeleistungen effizient zu nutzen. Seine Ladekurve zeigt:

  • Bereits bei 10 % SoC kann die Ladeleistung sehr schnell auf über 250 kW steigen.

  • Zwischen 10 % und 40 % SoC bleibt die Ladeleistung meist über 200 kW.

  • Erst ab 50 % SoC fällt sie langsam ab und liegt bei 70 % SoC noch immer bei rund 150 kW.

  • Bei 80 % SoC liegt die Ladeleistung immer noch bei über 100 kW.

Dank dieser hohen und stabileren Ladeleistung kann der Taycan die Ladung von 10 % auf 80 % in nur 18–20 Minuten absolvieren – also fast ein Drittel schneller als der ID. Buzz.

Was bedeutet das für den Alltag?

Während der Unterschied auf den ersten Blick vielleicht nicht dramatisch wirkt, zeigt sich im Langstreckenbetrieb ein deutlicher Vorteil für Fahrzeuge mit hoher und stabiler Ladeleistung. Wer mit dem ID. Buzz unterwegs ist, muss für eine Ladung bis 80% etwa 30 Minuten einplanen, während der Porsche Taycan nur rund 18 Minuten benötigt. Dies macht vor allem auf langen Reisen einen erheblichen Unterschied.

Angenommen, eine Strecke von 800 km wird gefahren und das Fahrzeug muss dreimal nachladen, dann bedeutet das:

  • Der VW ID. Buzz benötigt insgesamt um die 90 Minuten Ladezeit.

  • Der Porsche Taycan benötigt für dieselbe Strecke rund 54 Minuten.

Dies kann in der Praxis dazu führen, dass ein Fahrzeug mit höherer Ladeleistung eine volle Stunde schneller am Ziel ist.

Fazit: Warum eine hohe Ladeleistung nicht alles ist, aber viel ausmacht

Die maximale Ladeleistung ist ein wichtiger Faktor, doch noch wichtiger ist eine stabile Ladekurve. Während viele Elektroautos hohe Spitzenwerte erreichen, ist entscheidend, wie lange diese gehalten werden können. Der obere Vergleich zeigt, dass ein Fahrzeug mit 270 kW Ladeleistung nicht nur theoretisch schneller lädt, sondern auch praktisch spürbare Vorteile bietet. Wer also viel Langstrecke fährt, sollte nicht nur auf die maximale Ladeleistung achten, sondern auch darauf, wie konstant diese über den gesamten Ladevorgang bleibt. Die 800-Volt-Technologie, wie sie im Porsche Taycan oder im Hyundai Ioniq 5 genutzt wird, kann hier echte Vorteile bringen (hier geht´s zu unserer Liste mit 800-Volt-Elektroautos). Dennoch sind auch 400-Volt-Systeme mit optimierten Ladekurven absolut alltagstauglich – vor allem für Fahrer, die nicht regelmäßig sehr lange Strecken zurücklegen. 

Simon Gralki

Elektrisch mit einem VW ID.3 (seit 2024) und einem VW ID.Buzz (seit 2025) unterwegs.

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