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Simon Gralki 20. März 2025
William Li Gründer und CEO von NIO und Dr. Robin Zeng, CEO von CATL bei der Unterzeichnung der Kooperation

Der chinesische E-Auto Hersteller NIO macht ernst. Mit einer Kooperation mit dem Batterieexperten CATL möchte NIO sein Wechselbatterie-System (Power-Swap-Station) weiter ausbauen und unter anderem die Elektroautos seiner neue Marke firefly mit den neuen Batterien von CATL ausstatten.

In Europa hat es NIO mit seiner Strategie nicht einfach. Hierzulande schließen die E-Fahrer ihr Auto nach wie vor an die Ladesäule an und warten beim Schnelllader 30 Minuten bis er wieder voll ist. Das Konzept von NIO hört sich verlockend an, Batterien durch eine Batterietauschstation innerhalb weniger Minuten auszutauschen. Noch hat diese Idee in Deutschland kaum anklang gefunden. Ob sich das mit der neuen Marke Firefly und der Kooperation mit CATL ändern wird?

Einsatz von Choco-SEB-System

Vor wenigen Tagen unterzeichneten die beiden chinesischen Firmen NIO und CATL eine Vereinbarung über eine strategische Partnerschaft von Wechselbatterie-Systemen. Zukünftige Modelle der neuen NIO Marke Firefly werden dann auf das Choco-SEB-System von CATL zurückgreifen. Dabei handelt es sich um eine Modulare Batterie, die je nach Bedarf unterschiedliche Kapazitäten bietet. Wie der Name schon vermuten lässt, ist die Batterie ähnlich einer Schokoladentafel mit einzelnen Rippchen aufgebaut. Jeder Block bietet dabei 200 Kilometer Reichweite. Damit sind Batterien mit einer Reichweite von 200, 400 und 600 Kilometer möglich.

Der Firefly in Silber und Grün

Laut Pressemitteilung werden vorerst nur neu entwickelte Elektroautos der Marke Firefly mit dem Choco-SEB-System von CATL bedient. Diese sollen dann auch mit der fünfte Generation der NIO Power-Swap-Station (PSS) kompatible sein. Ob auch spätere Modelle von NIO mit den Batterien von CATL ausgestattet werden, ist bislang nicht bekannt. Aufgrund der umfangreichen Kooperation zwischen den beiden Unternehmen liegt es aber nahe, da auch von einheitlicher Batteriestandards der Rede ist.

NIO in Deutschland

Ob später in Deutschland auch Choco-SEB-System von CATL auf den Straßen unterwegs sein werden ist fraglich. Bislang konnte sich NIO hierzulande mit dem Batterietauschsystem nicht durchsetzen. Im vergangenen Jahr hat NIO laut dem KBA in Deutschland gerade einmal 398 Fahrzeuge anmelden können. 2023 waren es immerhin noch 1263 Elektroautos.

Eine Karte von Deutschland mit den Batterietauschstationen von NIO

Wie NIO das erste Elektroauto seiner Marke Firefly in Europa auf den Markt bringen möchte, ist ebenfalls fraglich. Die aktuell 19 Tauschstationen von NIO können mit den Akku des Firefly nicht umgehen. In China will man dazu in den Ballungsräumen Demonstrations-Container aufstellen, ehe sie später in die neue Generation der NIO Power Swap Stations integriert werden. Wie das in Europa aussehen soll, weiß bislang keiner.

Simon Gralki

Elektrisch mit einem VW ID.3 (seit 2024) und einem VW ID.Buzz (seit 2025) unterwegs.

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