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Denny Krull 10. Oktober 2025

Mit dem Blick auf eine effiziente Batteriewartung und Transparenz testet Kia einen digitalen Batteriepass bei den einzelnen Batteriezellen.

Damit möchte der Hersteller für eine verbesserte Reparaturfähigkeit, längere Batterielebensdauer und eine höheren Wiederverkaufswert sorgen und das Vertrauen von zukünftigen Käufern von Elektroautos gewinnen. Dafür wurde ein mit Batteriezellen-Überwachung ausgestatteter Kia EV3 genutzt.

„Kia will für seine Kunden einen neuen Standard im Hinblick auf die Batterietransparenz und -leistung setzen. Durch das Testen von Batteriepässen auf zellulärer Ebene gewinnen wir Erkenntnisse darüber, welche Vorteile wir unseren Kunden bieten können. Neben einer längeren Batterielebensdauer und weiteren Vorzügen gehört dazu auch der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses.“

Batteriepass

Ein Batteriepass ist eine digitale Dokumentation, welche verschiedenste Daten über die Batterie sammelt. Dies beinhaltet neben den Daten zur Herstellung auch eine Live-Überwachung des Batteriezustands (SoH, State of Health), Informationen zu Reparaturdiagnosen sowie eine lückenlose Rückverfolgbarkeit des gesamten Batterielebenszyklus.

Zweck

Dies soll für eine längere Batterielebensdauer sowie günstigere Kosten bei der Wartung und für mehr Transparenz sorgen. Auch kann die Batteriepass-Technologie den zukünftigen Käufern sowie Verkäufern von Elektroautos einen besseren Einblick zum Batteriezustand liefern. Die bisherigen herkömmlichen Batterie-Überwachungssysteme ermitteln nur den gesamten Zustand der Batterie oder eines Moduls. Mit dem Kia-Batteriepass können die Daten einzelner Batteriezellen ausgelesen und so präzisere Reparaturen durchgeführt oder Wartungsprobleme frühzeitig erkannt werden.

Eigener Batteriepass-Service

Kia hat unabhängig von der Vorfeldforschung eine interne Organisation aus Netzwerken und Experten gegründet, um Maßstäbe für die Branche zu setzen. Ziel ist es, dass der Kia-Batteriepass zusätzliche sicherheitsrelevante Daten enthalten wird. Geplant ist, den Batteriepass-Service bis Februar 2027 für alle in Europa verkauften Elektromodelle (EV/HEV) anzubieten, denn ab diesem Datum ist laut der EU-Batterieverordnung ein Batteriepass pflicht.

Tests im Kia EV3

Beim Versuchsfahrzeug handelt es sich um ein in Korea produzierten und mit Dukosi-Batteriezellen-Überwachungssystem ausgestatteter Kia EV3 (Beispielbilder oben). Das Fahrzeug, welches nach Deutschland verschifft wurde, ist in der Lage Echtzeit-Daten für jede Batteriezelle zu erfassen und zu übermitteln. Nach dem Upload der Daten in den Batteriepass kann man über das Infotainmentsystem die Live-Daten zum Batteriezustand (SoH, State of Health) einsehen und nach eventuellen Reparaturen wird das System automatisch aktualisiert, um die Genauigkeit und Rückverfolgbarkeit über den gesamten Batterielebenszyklus sicherzustellen. Für den Zugriff auf die vom Batteriepass gesammelten Daten wurde eine Pilotumgebung der niederländischen Forschungs- und Entwicklungsorganisation TNO verwendet. Die Koordination der Batterie-Tests lief gemeinsam mit der Technischen Universität Delft. 

Zukunftsprognose

Laut Kia ist das System flexibel und könnte auch in anderen Bereichen eingesetzt werden. Beispielsweise könnte es in einem anderen Fahrzeugmodell, auch die von anderen Herstellern, oder in völlig anderen Branche eingesetzt werden.

Quelle: Kia

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