Der tschechische Hersteller Skoda hat vom ohnehin schon sportlichen Enyaq RS ein Motorsportkonzept veröffentlicht.
Skoda teilt mit, dass das Rennwagenkonzept nicht nur tiefer und breiter, sondern auch leichter ist. Dafür wird ein spezielles Material verwendet, sodass das Konzeptfahrzeug über 300 Kilogramm leichter ist als das Serienmodell.
„Škoda Motorsport präsentiert die neueste Version seines kürzlich vorgestellten, rein elektrischen Rennwagenkonzepts: den neuen Enyaq RS Race. Die Studie fußt auf der großen Motorsporttradition der tschechischen Marke und führt diese mit Blick auf die Entwicklung innovativer Technologien und nachhaltiger Materialien weiter. Damit dient sie auch als Pilotprojekt für künftige Serienmodelle.“
Škoda, Pressemitteilung
Skoda Enyaq RS als Rennwagenkonzept
Dass man manche Dinge mit der Welt teilen muss, dachte sich auch Skoda und veröffentlichte eine kurze Pressemeldung zum Skoda Enyaq RS Race. Zu sehen ist ein zum Rennwagen umgestalteter Skoda Enyaq. Dieser basiert auf den Enyaq Coupé RS und verfügt über zahlreiche Design-Aufwertungen, um auch an die bisherige Skoda-Motorsporttradition zu erinnern. Als Inspiration diente teilweise der Fabia RS Rally2.
Blick auf Nachhaltigkeit
Der vollelektrische Enyaq RS Race kommt nicht nur mit breiterer Spur und ist tiefer, sondern es wurden auch nachhaltige Materialien eingesetzt, wodurch das Motorsportkonzeptfahrzeug erstaunliche 316 Kilogramm weniger wiegt als das Enyaq RS Serienmodell. Dies wurde durch das Entfernen von (für den Rallye-Sport) nicht benötigten Komponenten und durch die Verwendung nachhaltiger Biokomposit-Materialien mit Flachsfasern erreicht, was eine vergleichbare Steifigkeit und Gewichtsvorteile wie Carbon-Werkstoffe bietet.
Biokompositteile
Die Teile aus Biokomposit, einer Kombination aus Pflanzenfasern, Holz und synthetischen Polymeren, ersetzen Carbon und sind an im Innenraum und an der Karosserie, wie beispielsweise an Stoßfängern, Kotflügeln, Dach und Lufthutze sowie am Heckflügel zu finden. Ebenso wurde das serienmäßige Panoramadach mit einem Bauteil aus Bioverbundstoff ersetzt.
Flachsfasern
Skoda berichtet, dass insgesamt 16 Komponenten aus nachhaltigen Materialien bestehen und im Innenraum ersetzen Flachsfasern die im Motorsport üblichen Carbon-Werkstoffe. Die miteinander verwebten Flachsfasern, welche aus der Flachspflanze gewonnen werden, reduzieren nicht nur Vibrationen im Innenraum und tragen zur Gewichtsreduzierung bei, sie dienen auch als optisch ansprechendes Designelement.
Aerodynamische Karosserie-Optimierung
Im Inneren des Enyaq RS Race befindet sich ein Sicherheitskäfig aus hochfestem Chrom-Molybdän-Stahl, der die Karosseriestruktur verstärkt. Für die verbreiterte Karosserie nahmen die Techniker einzelne Bauteile des Serienmodells und gestalteten sie um. So findet man neben verbreiterte Kotflügel ein aerodynamisch optimiertes Dach mit NACA-Lufteinlass, wodurch der Fahrtwind in den Innenraum geleitet wird. Kleine Winglets (Flügel/Flaps) an der hinteren Dachkante leiten den Luftstrom direkt auf den großen Heckflügel weiter. Die Front vom Enyaq RS Race wurde komplett neu gestaltet und ist geschlossen. Kühlluft wird durch den unteren Teil den Frontschürze mit Air Curtains geleitet. Die vorderen und hinteren Radkästen haben Lüftungsgitter, was gleichzeitig die Aerodynamik und die Bremskühlung verbessert. Auch die Räder wurden aerodynamisch optimiert und der Enyaq RS Race kommt auf 20-Zoll-Felgen daher.
Leistung
Wie beim serienmäßigen Skoda Enyaq Coupé RS hat auch der Race-Prototyp eine Leistung von 250 kW (340 PS) und eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Durch die Karosserie-Optimierungen und dem geringeren Gewicht verbessert sich die Beschleunigung von 0-100 auf unter 5 Sekunden. Für den Renneinsatz hat der Enyaq RS Race ein Hochleistungs-Bremssystem, Sportfahrwerk, Sperrdifferenzial vorne und hinten und eine lineare Lenkung mit angepasster Servounterstützung. Rennsitze tragen zu höchster Sicherheit von Fahrer und Beifahrer bei.

















