Der tschechische Hersteller Skoda verkündet, dass die Modelle Elroq und Enyaq zum Modelljahr 2026 ein großes Update bekommen und die Einstiegsversionen kommen mit LFP-Batterie.
Das Modelljahres-Update für die Modelle Elroq und Enyaq enthält Simply Clever-Features wie einen Frunk, V2L-Funktion, Digital Key sowie ein verbessertes Infotainment. Ebenso bekommen der Skoda Elroq 60 und Enyaq 60 eine LFP-Batterie, was einen günstigeren Preis der Einstiegsvarianten mit sich ziehen könnte.
„Die Elektromodellreihen Elroq und Enyaq von Škoda erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Kunden und belegen 2025 den zweiten bzw. siebten Platz unter Europas meistverkauften Elektrofahrzeugen. Aufbauend auf diesem Erfolg führt Škoda Auto Updates für beide Modelle ein, deren Markteinführung für Mitte 2026 geplant ist.“
Skoda, Pressemitteilung
Neue Basisvarianten mit LFP-Batterie
Sowohl der Elroq 60 als auch der Enyaq 60 kommen künftig mit einer neuen Batterie (Cell-to-Pack) mit LFP-Zellchemie. Die neue LFP-Batterie hat eine Bruttokapazität von 61 kWh (Netto: 58 kWh), die bei einer maximalen DC-Ladeleistung von 105 kW in 26 Minuten von 10% auf 80% nachgeladen werden kann. Zum Vergleich: Bei den bisherigen „60er-Varianten“ kam eine NMC-Batterie mit 63 kWh Bruttokapazität (Netto: 59 kWh) und einer DC-Ladeleistung von 165 kW zum Einsatz.
Geringere Leistung
Bei den Einstiegsversionen Elroq 60 und Enyaq 60 wird auch die Motorleistung reduziert. Die neuen „60er-Versionen“ kommen mit 140 kW (190 PS), womit eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 8,5 s beim Elroq beziehungsweise 8,6 s beim Enyaq möglich ist. Zum Vergleich: Bisher waren es 150 kW (204 PS) und der Sprint wurde in 8,0 Sekunden beim Elroq beziehungsweise 8,1 Sekunden beim Enyaq vorgenommen. Die Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h bleibt gleich. Ob sich die Neuerungen der Einstiegsversionen am Preis bemerkbar machen, bleibt abzuwarten, weil sich die Marke noch nicht zu den Preisen äußert. Bisher startete der Elroq 60 ab 38.400 Euro und der Enyaq 60 ab 44.200 Euro.
Neues Infotainmentsystem
Zum Modelljahr 2026 erhalten die Modelle ein verbessertes Infotainmentsystem, das auf Android basiert. Für eine vereinfachte Bedienung wurde das Design sowie der Startbildschirm überarbeitet und ein neues Raster-Layout eingeführt. Eine Favoriten- und erweiterte Google-Suchfunktion in der Navigation mit Points-of-Interest (POIs) sowie mehr Personalisierungsmöglichkeiten und ein neuer App-Store bietet den Zugriff auf weitere Apps von Skoda sowie Drittanbietern, darunter Spotify, YouTube.
Powerpass-Integration
Der Skoda-Ladedienst Powerpass ist direkt in das Navigationssystem integriert und bietet neben der Anzeige der Bewertungen und Preise von Ladestationen nun auch eine direkte Ladeautorisierung über das Infotainment. Für eine einfachere Routenplanung kann nun nach 20 Ladeanbietern mit Verfügbarkeit und Ladeleistung gefiltert werden und zudem können eigene Listen mit den bevorzugten Ladeanbieter erstellt werden. Die verbesserte MySkoda-App (für Android und iOS) zeigt neben einer Ladehistorie jetzt auch Fahrdaten inklusive Energieverbrauch.
Digital Key
Eine Neuheit ist die Integration des digitalen Autoschlüssels (Digital Key) im Skoda Elroq und Enyaq. Künftig kann man das Fahrzeug mit dem Smartphone entriegeln, verriegeln und auch starten. Dafür muss lediglich eine Kopplung des Smartphones mit dem Fahrzeug vorgenommen und über die MySkoda-App eingerichtet werden. Über die im Smartphone integrierte Wallet-App lässt sich der Zugang auch mit anderen Personen teilen.
Simply Clever-Features
Zum Modelljahr 2026 bekommen der Skoda Elroq und Enyaq einen 21-Liter-Frunk für Zubehör wie Ladekabel unter der mit Gasdruckfedern ausgestatteten Fronthaube. Neben den bisherigen USB-C-Anschlüssen mit 45 Watt bieten die Modelle künftig eine kabellose Smartphone-Ladefläche (Qi2 Magnetic Power Profile) mit 25 Watt. Neu ist ebenfalls eine V2L-Funktion (Vehicle-to-Load), um externe Gerät mit Strom versorgen zu können – über eine 230V-Steckdose im Kofferraum oder mittels Ladeanschluss-Adapter. Das verbesserte One-Pedal-Driving hat künftig zwei Rekuperationsstufen im B-Modus und das Fahrzeug kann nun bis zum Stillstand abbremsen.
Verbesserte Fahrassistenzsysteme
Für eine präzisere Spurführung sowie sanftere Geschwindigkeitsregelung sorgt der Travel Assist 3.0 im Fahrzeug. Die im Fahrzeug vorhandenen Sensoren wurden für eine bessere Datenerfassung optimiert und der Notfallassistent lenkt das Fahrzeug auf den Autobahn-Standstreifen, wenn der Fahrer nicht reagiert. Eine neue Innenraum-Kamera überwacht die Aufmerksamkeit des Fahrers genauer und neue Eckradarsensoren in den Stoßfängern (vorne und hinten) verbessern den Kreuzungsassistenten, der herannahende Verkehrsteilnehmer an Kreuzungen mit eingeschränkter Sicht erkennt.
Fazit
Skoda spendiert dem Elroq und dem Enyaq ein umfangreiches Upgrade, sowohl technisch als auch digital. Kunden können sich über ein verbessertes Infotainmentsystem freuen und auch der Frunk sowie die V2L-Funktion bietet höheren Komfort. Wie es preislich bei den neuen Einstiegsversionen der beiden Modelle aussieht, bleibt abzuwarten, denn bei den neuen Ford Capri und Explorer Basisversionen blieb der Preis gleich – trotz mehr Reichweite. Die Markteinführung ist für „Mitte 2026“ geplant und vorerst bleibt ein von Skoda veröffentlichtes Video zur Vorstellung der Neuerungen:












