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Denny Krull 12. August 2025

Der US-amerikanische Hersteller Ford hat eine neue Elektroauto-Plattform vorgestellt. Die neue, universelle Plattform soll als Basis für erschwingliche Elektrofahrzeuge dienen.

Mit der „Universal EV Platform“ möchte Ford verschiedene, günstige aber fortschrittliche Elektroautos anbieten, welche samt Over-the-Air-Updates kontinuierlich verbessert werden. Das erste Elektrofahrzeug auf der universellen Plattform soll ein im Montagewerk Louisville produzierter, viertüriger Elektro-SUV mit einem Einstiegspreis von etwa 30.000 Dollar sein und 2027 auf den Markt kommen.

„Wir haben eine sehr schwierige Herausforderung radikal angegangen: Wir wollten erschwingliche Fahrzeuge bauen, die die Kunden in jeder Hinsicht begeistern – Design, Innovation, Flexibilität, Platz, Fahrspaß und Betriebskosten – und das mit amerikanischen Arbeitern.“

Universal EV Platform

Die von Ford veröffentlichte Grafik stellt dar, dass die universelle Plattform für Pickups, Limousinen (Hatchbacks), SUVs oder auch Vans mit drei Sitzreihen eingesetzt werden könnte. Ford gibt an, dass die universelle Plattform von einem unabhängigen Team, also „Skunkworks-Team“ entwickelt wurde. Im Vergleich zu anderen Elektrofahrzeugen reduziert sich die Anzahl der Teile um 20%, was eine schnellere und günstigere Produktion ermöglicht. 

Produktion

Anstelle einer geradlinigen Fließband-Produktion wird ein Montagebaum (Assembly tree) genutzt, um die Effizienz der Produktion zu erhöhen und auch die Kosten zu verringern. Dieser unterteilt sich in drei Fließbändern, wo die Vorderseite, Rückseite und die Einheit der Batterie am Ende zusammenlaufen und zusammengesetzt werden. Das fertige Kit, wie Ford es nennt, enthält dann alle erforderlichen Befestigungselemente, Scanner und Elektrowerkzeuge zur Weiterverarbeitung.

Elektro-Pickup mit Universal EV Platform

Das erste auf der universellen Plattform basierende Fahrzeug wird ein elektrischer Mittelklasse-Pickup. Ford gibt an, dass dieser (in der Beschleunigung von 0-100 km/h) so schnell wie ein Mustang Ecoboost mit 233 kW (317 PS) sein soll und mehr Platz bietet als ein Toyota RAV4. Ermöglicht wird dies durch eine Prisma-Batterie aus Lithium-Eisenphosphat (LFP), welche platzsparend und leichter ist. Der Batteriesatz dient als strukturelles Element und als Fahrzeugboden, wodurch Schwerpunkt des Fahrzeugs gesenkt wird und ein besseres Handling sowie viel Platz im Innenraum möglich wird.

Fazit

Ford möchte mit der neuen Plattform verschiedene Elektro-Fahrzeugtypen zu einem erschwinglichen Preis anbieten und damit auch mit den günstigen Elektroauto aus China konkurrieren. Die „Universal EV Platform“ ist dabei die Basis von einigen zukünftigen Ford-Elektroautos, welche zwar mit 400-Volt-Architektur, allerdings auch günstiger sind. Welche kommenden Fahrzeuge auf der universellen Plattform basieren werden und ob sie es nach Europa schaffen, ist ungewiss, allerdings ist dies eine bedeutende Entwicklung des Herstellers.

„Wir haben uns vom Model T inspirieren lassen – dem Universalauto, das die Welt verändert hat. Wir haben die brillantesten Köpfe von Ford versammelt und sie neue Lösungen für alte Probleme finden lassen. Wir haben First-Principles-Engineering angewendet und die Grenzen der Physik ausgelotet, um Fahrspaß zu schaffen und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben. Unsere neue zonale Elektroarchitektur erschließt branchenweit beispiellose Möglichkeiten. Dies ist kein abgespecktes, altmodisches Fahrzeug.“

Quelle: Ford

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