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Denny Krull 22. September 2025
Seitenansicht vom Peugeot E-3008 Prototyp mit Wechselstrombatterie IBIS

In Zusammenarbeit mit Saft, der Tochtergesellschaft von TotalEnergies, stellt Stellantis ein Fahrzeugprototyp mit IBIS-Technologie vor.

Egal, ob mehr Effizienz, höhere Reichweite, geringeres Gewicht oder auch niedrigere Kosten – das Forschen und Weiterentwickeln der Batterietechnologie im Elektroauto hört nicht auf. Nun hat Stellantis einen Prototypen mit IBIS (Intelligent Battery Integrated System) vorgestellt.

IBIS-Batterie

Die Abkürzung IBIS steht ausgeschrieben für „Intelligent Battery Integrated System“ und ist eine Batterietechnologie, bei der Wechselrichter- und Ladefunktionen direkt in die Batterie integriert sind. Bei einer normalen Elektroauto-Batterie ist ein Konverter zuständig, um den Gleichstrom in Wechselstrom für den Elektromotor umzuwandeln. Die IBIS-Architektur mit integrierten Komponenten liefert elektrische Energie direkt an den Motor oder das Board-Netz, während gleichzeitig das 12-V-Netz und die Nebenaggregate des Fahrzeugs versorgt werden.

Vorteile der IBIS-Technologie

Durch das Wegfallen separater Komponenten werden nicht nur Faktoren wie Effizienz, Leistung oder Kosten der Batterie gesenkt, sondern es gelten auch folgende Hauptvorteile:

  • Bis zu 10% Energieeffizienzverbesserung
  • Bis zu 15% mehr Leistung bei gleicher Batteriegröße (172 kW vs 150 kW)
  • Reduzierung des Fahrzeuggewichts um etwa 40 kg
  • Um 17 Liter erhöhtes Volumen
  • Schnelleres Laden mit Wechselstrom um bis zu 15%
  • Energieeinsparung von 10%
  • Einfachere Wartung

Stellantis gibt an, dass IBIS nicht nur die Wartung vereinfacht, sondern auch die Wiederverwendung von Second-Life-Batterien erleichtert wird, da der Aufwand der Überholung reduziert ist.

„Dieses Projekt spiegelt unsere Überzeugung wider, dass Vereinfachung Innovation ist. Indem wir die Architektur des elektrischen Antriebsstrangs überdenken und vereinfachen, machen wir ihn leichter, effizienter und kostengünstiger. Dies sind die Arten von Innovationen, die uns helfen, unseren Kundinnen und Kunden bessere und erschwinglichere Elektrofahrzeuge zu liefern.“

Peugeot E-3008 als Prototyp

Seit 2022 ist eine stationäre IBIS-Batterie im Einsatz und der Übergang zum mobilen Prototypen ist ein entscheidender Entwicklungsschritt und das Ergebnis jahrelanger Entwicklungsarbeit, Modellierung und Simulation von Stellantis und Saft mit Unterstützung von E2-CAD, Sherpa Engineering sowie führenden französischen Forschungseinrichtungen wie dem CNRS, der Université Paris-Saclay und dem Institut Lafayette. Als Basis der Praxistest auf den Straßen dient jetzt der Peugeot E-3008 auf STLA Medium-Plattform.

„Das IBIS-Projekt ist ein starker Beweis für die Innovationsführerschaft von Saft. Durch die Einbettung der IBIS-Technologie in unsere Anwendungen der nächsten Generation eröffnen wir eine neue Ära intelligenter, flexibler und nachhaltiger Energielösungen. Saft ist weiterhin führend in der Spitzenforschung und bietet langfristige, kostengünstige Lösungen, die auf die sich entwickelnden Marktbedürfnisse zugeschnitten sind.“

Zukunftspläne

Nun wird der Fokus auf Praxistests unter realistischen Bedingungen gelegt. Das Ziel ist die Integration der IBIS-Technologie in Serienfahrzeuge von Stellantis bis zum Ende des Jahrzehnts. Abgesehen von der Automobilindustrie hat die IBIS-Batterie auch das Potential in anderen Bereichen wie Schienenverkehr, Luft- und Raumfahrt, Schifffahrt oder Rechenzentren eingesetzt zu werden. Auch hat Stellantis ein Video zur IBIS-Technologie veröffentlicht:

Quelle: Stellantis

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