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Denny Krull
Mercedes-Benz EQS Limousine
14. April 2026

Mercedes überarbeitet den EQS und künftig hat die Elektro-Limousine mehr Reichweite, lädt schneller und bietet noch mehr Komfort.

Zum Modelljahr 2026 bekommt die EQS Limousine ein umfassendes Technik-Upgrade mit 800-Volt-Technik mit bis zu 350 kW Ladeleistung, eine größere Batterie für bis zu 926 km Reichweite, optionalem Steer-by-Wire und weiteren Neuerungen.

„Seit Carl Benz vor genau 140 Jahren das Patent für das erste Automobil angemeldet hat, treibt Mercedes‑Benz kontinuierlich Innovationen voran und gestaltet Fahrzeuge, die weltweit begehrt sind und Maßstäbe setzen. Mit dem EQS führt die Marke dieses Erbe konsequent in die Zukunft und unterstreicht ihren Führungsanspruch.“

Varianten

Aus der Pressemitteilung geht hervor, dass der Mercedes EQS weiterhin in den Varianten 450+, 500 4MATIC und 580 4MATIC anbietet. Der EQS 450 4MATIC sowie die AMG-Variante werden noch nicht erwähnt, aber Mercedes weist daraufhin, dass die neue Einstiegsvariante EQS 400 einen erschwinglicheren Einstieg in die Elektromobilität bietet.

Exterieur

Wie bei dem Mercedes VLE findet man am überarbeitetem EQS die neue Lichtsignatur mit zwei Sternen auf jeder Seite und Mercedes gibt an, dass die Elektro-Limousine künftig „zwei ganz unterschiedliche Gesichter zeigen“ kann und auch das Heck wurde modernisiert. Die Aerodynamische Form bleibt und Mercedes gibt einen Luftwiderstandsbeiwert (cW-Wert) von 0,20 an.

Front

In Kombination mit der Electric Art Line ist der aufrecht stehende Mercedes-Stern auf der Fronthaube, eine schwarze Kühlerverkleidung mit breiten Chromlamellen sowie einem hinterleuchteten, animierbaren Stern-Muster serienmäßig. Bei der Ausführung AMG Line erhalten Kunden einen beleuchteten Mercedes-Stern an der Front mit hinterleuchtetem Sternenmuster. Auch wurde die Fronthaube überarbeitet und mehr Dynamik entsteht dank der Erhöhung (Powerdomes).

Heck

Mercedes betont das Leuchtband als Blickfang am Heck, welches über zusätzliche Helix-Elemente verfügt. Der neue Stoßfänger hat ausgeprägtere Diffusorrippen und eine Chrom-Zierleiste, die sich über die gesamte Fahrzeugbreite zieht.

Batterie, Reichweite und Verbrauch

Die nutzbare Batterie-Kapazität steigt um rund 3% von 118 kW auf 122 kW an, wodurch der Mercedes EQS eine Reichweite (WLTP) von bis zu 926 Kilometern ermöglicht – bei gleichbleibender Batterigröße. Mehr Energiegehalt wird durch bessere Zellchemie erreicht und die Zellen verfügen über Anoden, bei denen Siliziumoxid zum Graphit beigemischt ist. Auch wurde der Anteil an Kobalt weiter reduziert. Die Reichweite WLTP) steigt durch einen geringeren Verbrauch von 19,3-15,4 kWh/100 km um 110 km bei der Variante EQS 450+ an – zuvor waren es maximal 816 km bei einem Verbrauch von 19,9-16,4 kWh/100 km.

Ladeleistung

Dank der Umstellung von 400-Volt- auf 800-Volt-Technik im Mercedes EQS wird eine maximale DC-Ladeleistung von bis zu 350 kW erreicht. Damit lassen sich in 10 Minuten bis zu 320 km Reichweite (WLTP) nachladen . Beim Laden an einer 400-Volt-Säule sorgt eine intelligente Steuerung dafür, dass die Batterie virtuell in zwei Teile aufgeteilt wird. Jede Hälfte wird mit 400 Volt und bis zu 175 kW geladen, sodass der Ladevorgang auch in diesem Fall schnell und effizient ist.

Neuerungen für mehr Komfort und Sicherheit

Das serienmäßige Digital Light-System wurde überarbeitet und bietet eine rund 40% größere Ausleuchtung der Straße bei einem bis zu 50% gesenktem Energieverbrauch. Das Ultra Range-Fernlicht reicht bis zu 600 Meter, also etwas unter sechs Fußballfelder in der Länge. 

Für ein sanftes Fahrgefühl sorgt die überarbeitete Dämpferregelung: Mithilfe von Car-to-X-Informationen werden Unebenheiten in Echtzeit an die Cloud gesendet und und die Dämpfung zugunsten eines höheren Komforts automatisch eingestellt.

Mercedes betont, dass ein Steer-by-Wire-System im neuen EQS ein „echtes Novum“ darstellt. Optional profitieren Kunden von Steer-by-Wire mit Yoke-Lenkrad, um Vibrationen am Lenkrad zu verringern und das Lenkgefühl zu verbessern. Die Cockpit-Ansicht beider Varianten im Vergleich:

Auch ist ersichtlich, dass das MBUX Hyperscreen nach wie vor aus drei einzelnen Bildschirmen besteht, die sich hinter einer durchgehenden Glasfläche befinden. Das Fahrerdisplay hinter dem Lenkrad misst 12,3 Zoll (31,2 cm), das zentrale Infotainment 17,7 Zoll (44,9 cm) und das Beifahrer-Display hat wie das Instrumentendisplay 12,3 Zoll.

Ebenfalls neu ist das Mercedes‑Benz Operating System (MB.OS), wodurch der neue EQS noch intelligenter wird. Mithilfe von KI und dem MBUX Virtual Assistant können Dialoge geführt oder Routen via Google Maps geplant werden.

Für mehr Sicherheit sorgen verbesserte Fahrassistenzsysteme und bis zu 27 Sensoren im neuen Mercedes EQS. Eine Ausweichlenk-Funktion Plus lenkt das Fahrzeug autonom um Hindernisse herum und der Parkassistent kann Lücken deutlich besser erkennen oder künftig schräg parken – und das rund 60% schneller als bisher.

Preis & Verfügbarkeit

Mercedes hat den Konfigurator bereits aktualisiert und ab sofort kann man den neuen Mercedes EQS bestellen, welcher in der neuen Einstiegsversion ab 94.403 Euro startet. Die höchste Reichweite bietet der EQS 450+ ab 108.635 Euro und die Allrad-Varianten starten ab 123.284 Euro (500 4MATIC) beziehungsweise ab 134.731 Euro (580 4MATIC).

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