Ob das noch ein Sportwagen oder schon ein Elektro-Rennwagen ist, sei jedem selbst überlassen. Fakt ist, Mercedes hat den Concept AMG GT XX vorgestellt.
Die Mercedes-Tochtergesellschaft AMG steht ja bekanntlich für leistungsstarke Modelle. Dies ist beim AMG GT XX-Konzept nicht anders und der Sportwagen kommt mit drei Motoren, die über 1000 kW leisten. Doch auch andere Werte beeindrucken und hier sind die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
- Leistung von über 1000 kW (1360 PS)
- Allradantrieb
- Drei Motoren
- DC-Ladeleistung von über 850 kW
- Neue Batterie mit direkter Kühlung
Design & Abmessungen
Der erste Blick auf den Mercedes-AMG GT XX vermittelt bereits ein Performance-Feeling. Die aerodynamische Form mit tiefer Fronthaube, zweigeteilten Luftauslässen und den AMG-typischen vertikalen Streben an der Kühlerverkleidung schreit förmlich nach Leistung. Eine stark geneigte Windschutzscheibe und das dynamische Fließheck vervollständigt das Bild vom Sportwagen. Das Konzept ist 5,20 Meter lang, 2,13 Meter breit (mit Spiegel) und gerade einmal 1,317 Meter hoch. Durch diese Maße und der Stirnfläche von 2,24 m² kommt der AMG GT XX auf einen Luftwiderstandswert (cW-Wert) von 0,198 und liegt damit noch unter dem Mercedes EQS, welcher einen cW-Wert von 0,20 hat.
Intelligente 21-Zoll-Räder
Eine ausgeklügelte Neuheit sind die elektronisch angesteuerten Räder. Das aktive Aerorad löst den Konflikt zwischen Kühlung und Aerodynamik, indem bewegliche Aeroblades automatisch geöffnet und geschlossen werden können. Ein Steuergerät erkennt automatisch, wenn die Bremsen gekühlt werden müssen und öffnet die Aeroblades, um Kühlluft anzusaugen. Bei geschlossenen Aeroblades sind diese bündig, wodurch der Luftwiderstand verringert wird.
Innenraum
Wie bei einem Rennfahrzeug ist der Innenraum beim AMG GT XX schlicht gehalten und auf die wesentlichen Dinge reduziert. Farblich beschränkt man sich auf ein schwarzes Interieur mit orangefarbenen Akzenten und silbernen Designelementen. Mercedes hat die Bezeichnung „Cockpit“ ernst genommen und so findet man sehr große Luftdüsen beziehungsweise Auslässe und ein fast rechteckiges Lenkrad, was an ein Steuerknüppel (Yoke) von Flugzeugen erinnert. Auch kaum zu übersehen ist das Instrumentensystem, welches aus einem 10,25-Zoll-Display und einem 14-Zoll-Touchscreen besteht und nahtlos ineinander übergeht.
Leistung
Mercedes-AMG beschreibt es als „eine neue Dimension der Performance“ und so basiert der AMG GT XX auf die AMG-EA-Plattform (AMG Electric Architecture) und wird von insgesamt drei Axial-Fluss-Motoren angetrieben, wovon sich zwei an der hinteren und einer an der vorderen Achse befindet. Dies und die neu entwickelte Hochleistungs-Batterie bringt eine jederzeit abrufbare Leistung von über 100 kW (1360 PS). Bei der Höchstgeschwindigkeit gibt Mercedes einen vorläufigen Wert von über 360 km/h an.
„Mit dem CONCEPT AMG GT XX setzen wir den nächsten Meilenstein in der Geschichte von AMG: Wir stoßen in eine neue Dimension der Performance vor. Wir bringen bahnbrechende Technologie, die Hochleistung neu definiert. (...) Mit unserem Hightech-Axial-Fluss-Motor bringen wir einen revolutionären neuen Antrieb ins Fahrzeug, der hinsichtlich Leistungsdichte, Gewicht und Packaging seinesgleichen sucht. Damit einher geht eine von Grund auf neu entwickelte Batterie, die bisher ungeahnte Performance und Ausdauer ermöglicht.“
Michael Schiebe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH
Batterie
Die von der Formel 1 inspirierte High-Performance-Batterie der Studie wurde komplett neu entwickelt. Die Batterie im Concept AMG GT XX hat zylindrische Zellen, welche einen Vorteil bei der Kühlung bieten. Durch die schmale aber hohe Form der Zellen kann die Wärme schnell abgeleitet werden, weil die Distanz vom Zellkern bis zur Zelloberfläche besonders klein ist. Durch die Zellchemie, die aus einer siliziumhaltigen Anode und NCMA (Nickel, Kobalt, Mangan, Aluminium) basiert, kommt man auf eine Energiedichte von über 300 Wh/kg in Kombination mit hoher Ladeleistung und Lebensdauer.
Ladeleistung
Durch ein optimiertes Wärmemanagement der Zellen und Leitungen beim Laden beträgt die Durchschnitts-Ladeleistung mehr als 850 kW bei 1000 Ampere. Dieser Wert kann über längere Dauer beziehungsweise über einen großen Bereich der Ladekurve erhalten bleiben. Dafür hat die Mercedes-Benz Charging Unit mit dem Kooperationspartner Alpitronic zusammengearbeitet und eine Prototypen-Ladesäule entwickelt, welche derartige Ladeströme übertragen kann. Laut Mercedes soll man in 5 Minuten bis zu 400 Kilometer nachladen können.
Zukunftspläne
Die Studie vom „Sportwagen der Zukunft“ zeigt das, was möglich wäre. So können auch zukünftige serienmäßige Modelle, die auf der AMG.EA-Plattform basieren verschiedenste Eigenschaften vom AMG GT XX übernehmen, wie beispielsweise die hohe Ladeleistung, den Antrieb oder auch Elemente wie das Aerorad. Für alle Sportwagen- und AMG-Fans hat Mercedes auch ein 12-minütiges Video vom AMG GT XX veröffentlicht:
Quelle: Mercedes-Benz


























