Menu
Menu
Simon Gralki 20. März 2025

Der japanische Autobauer Mazda möchte den Anschluss der Elektromobilität nicht verlieren. Deshalb hat das Unternehmen nun die Entwicklung einer eigenen Elektro-Plattform angekündigt. Erste Fahrzeuge auf der neuen Plattform sollen im Jahr 2027 vom Band rollen.

  • Neue Strategien und Produktionsinnovationen ermöglichen flexible Anpassung
  • An der Multi-Solution Strategie wird festgehalten
  • Neues Crossover noch bis 2027, allerdings auf bestehender Plattform

Eigene Elektroautos ab 2027

Bislang ist Mazda auf den chinesischen Joint-Venture-Partner Changan angewiesen, reine Elektroautos zu bauen. Der bereist ausgemusterte MX-30 wurde auf Basis der Verbrennerplattform auf den Mark gebracht. Mit dem Marktstart des Mazda 6e in Europa hat man ein günstigen Konkurrenten zum Tesla Model 3 oder dem VW ID.7 auf den Markt gebracht. Allerdings wird der Mazda 6e beim Partner Changan entwickelt und produziert. Wie Mazda ankündigt, soll bis 2027 noch ein weiteres Elektroauto zusammen mit Changan auf den Markt kommen. Bislang ist nur bekannt, dass es sich um ein Crossover handeln soll.

Die Abhängigkeit von Changan soll sich ab dem Jahr 2027 ändern, dies hat Mazda nun auf dem Multi-Solution Briefing in Tokio angekündigt. Man entwickle eine eigene Elektro-Plattform, die durch hohe Flexibilität eine breite Fahrzeugpalette anbieten können soll. Das erste E-Auto auf der neuen Plattform soll auch nicht lange auf sich warten. Bereits 2027 soll das erste E-Auto in Japan vom Band rollen, welches global auf den Markt kommen soll. Bekannt ist, dass Panasonic die Batteriezellen für die neue Plattform liefern wird.

Multi-Solution Strategie wird fortgesetzt

Auf der Pressekonferenz bekräftigt Mazda das Streben die Elektromobilität weiter auszubauen, zu entwickeln und auch weiterhin an der Spitze der EV-Innovation steht. Nichts desto trotz bleibt Mazda seiner Multi-Solution Strategie treu. Bedeutet, man wolle auch in Zukunft weiterhin Fahrzeuge mit den besten geeigneten Antriebsoptionen ausstatten, seien es elektrifizierte, hocheffiziente Verbrennungsmotoren, Vollhybrid-Antriebe oder batterieelektrische Fahrzeuge.

„Die Automobilindustrie durchläuft gerade eine Jahrhundertwende, und auch Mazda entwickelt sich weiter, indem wir den Mazda typischen Fahrspaß in die nächsten Fahrzeuggenerationen transferieren. Wir alle bei Mazda sind bestrebt, die richtige Balance zwischen einer effizienten Unternehmensführung und der Entwicklung nachhaltiger Technologien zu finden, um unabhängig von der Größe des Unternehmens einen einzigartigen Wert in der individuellen Mobilität zu erschaffen“. – Mazda Präsident und CEO Masahiro Moro

Fazit: Mazda gibt Gas

Mazda hat gemerkt, das die Elektromobilität doch weltweit anklang erhält. Nach dem erfolglosen MX-30 musste Mazda schnell reagieren und nach sich Changan als Partner zur Seite, um schnell das Elektrofahrzeug Mazda 6e auf den Markt zu bringen. Für die Unabhängigkeit wird die eigene Elektro-Plattform dem japanischen Unternehmen sicher gut tun.

Simon Gralki

Elektrisch mit einem VW ID.3 (seit 2024) und einem VW ID.Buzz (seit 2025) unterwegs.

Hinterlasse ein Kommentar