Der US-amerikanische Hersteller Lucid Motors arbeitet künftig mit Nvidia zusammen, um selbstfahrende Elektroautos der Stufe 4 auf den Markt zu bringen. Zusammen mit dieser Ankündigung veröffentlicht die Marke ein Teaserbild des kommenden Elektro-SUV – näheres weiter unten.
Das auf luxuriöse und leistungsstarke Elektroautos spezialisierte Unternehmen bietet den Lucid Air als Elektro-Limousine mit hoher Reichweite und den neuen Lucid Gravity als Luxus-Elektro-SUV an. Die Zusammenarbeit mit Nvidia soll nun selbstfahrende Autos der Stufe 4 für Privatkunden bringen – in künftige Mittelklassefahrzeuge.
„Unsere Vision ist klar: Wir wollen die besten Fahrzeuge auf dem Markt bauen. Mit unserer proprietären Technologie, die unübertroffene Reichweite, Effizienz, Platzangebot, Leistung und Fahrdynamik ermöglicht, haben wir bereits Maßstäbe in puncto Kernmerkmale von Elektrofahrzeugen gesetzt. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt und kombinieren modernste KI mit Lucids herausragender Ingenieurskunst, um die intelligentesten und sichersten autonomen Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. In Partnerschaft mit NVIDIA sind wir stolz darauf, die amerikanische Innovationsführerschaft im globalen Wettlauf um autonome Mobilität weiter voranzutreiben.“
Marc Winterhoff, Interims-CEO von Lucid
Die Anfänge
Der Weg zu selbstfahrende Autos startete mit dem von Lucid intern entwickelten DreamDrive Pro-System, welches das erste fortschrittliche Assistenzsystem des Unternehmens war und 2021 im Lucid Air eingeführt wurde. Durch ein kürzliches OTA-Update (Over-the-Air) wurde das System um Funktionen für freihändiges Fahren und automatischen Spurwechsel erweitert.
Das Ziel
Durch die Integration von Nvidia-Technologie möchte der Hersteller das erste vollständig autonome Fahrzeug für Endverbraucher anbieten und den ersten „Mind-Off“-L4 der Branche verwirklichen. Dafür wird auf die Multisensor-Architektur von Nvidia, welche Kameras, Radar und Lidar umfasst, gesetzt, um ein autonomes Elektrofahrzeug der Stufe 4 (L4) zu realisieren. In kommenden Mittelklasse-Modellen sollen zwei Nvidia DRIVE AGX Thor-Beschleuniger mit dem Betriebssystem Nvidia DriveOS integriert werden, um sämtliche automatisierten Fahrfunktionen zu bündeln und eine nahtlose Weiterentwicklung zu ermöglichen.
„Da sich Fahrzeuge zu softwaredefinierten Supercomputern auf Rädern entwickeln, eröffnet sich eine neue Chance: Mobilität mit Intelligenz in jeder Hinsicht neu zu denken. Gemeinsam mit Lucid beschleunigen wir die Zukunft des autonomen, KI-gestützten Transports, basierend auf NVIDIAs umfassender Automobilplattform.“
Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA
Automatisierte Fahrfunktionen beim Lucid Gravity

Durch die Integration der skalierbaren, softwaredefinierten Architektur von Nvidia wird der Lucid Gravity künftig um zusätzliche automatisierte Fahrfunktionen erweitert und bleibt dank kontinuierlicher OTA-Updates (Over-the-Air) technologisch auf dem neuesten Stand. Laut Lucid bedeutet das für die Kunden „eine Zukunft, in der Luxus, Leistung und Autonomie verschmelzen“ und das Fahren mühelos macht.
Intelligente Fertigung
Mit der industriellen Plattform von Nvidia läutet Lucid eine „neue Ära der softwaregesteuerten Fertigung“ ein, wobei die Fertigung sowie Qualitätskontrolle verbessert wird. Dank prädiktiven Analysen, intelligenter Robotik und Echtzeit-Prozessoptimierung reduzieren sich nicht nur Kosten, sondern es verkürzt auch Lieferzeiten. Digitale Zwillinge der Neubau- und Bestandsfabriken ermöglichen den Teams, Layouts gemeinsam schneller planen, simulieren sowie prüfen zu können. Für eine effiziente Planung der Roboterpfade, höherer Sicherheit und schnellerer Inbetriebnahme setzt Lucid auf eine Modellierung autonomer Systeme.
Teaser vom kommenden SUV
Neben der Ankündigung zur Partnerschaft mit Nvidia veröffentlicht Lucid in der Pressemitteilung ein Teaserbild von der Heckansicht des 2026 kommenden SUV, welches günstiger als der Gravity angeboten werden soll. Die Heckpartie wirkt wie ein Coupé und die horizontalen Heckleuchten sind schmal gehalten. Insgesamt wirkt das SUV flach und sportlicher als der bereits verfügbare Gravity und erinnert von der Form an das Tesla Model Y.



