
Nicht Elettrica, sondern Luce: Ferrari bestätigt den Namen des ersten Elektro-Sportwagens und zeigt erste Bilder des Cockpits – klassisch und doch modern.
Bereits im Oktober berichteten wir über die ersten technischen Details des Elektro-Ferraris und nannten ihn noch „Elettrica“. Nun steht fest, dass der Elektro-Sportwagen Ferrari Luce – zu Deutsch „Licht“ – heißen wird. Die Pressemitteilung enthält zudem zahlreiche Bilder des „Luce“-Interieurs, die einen Einblick auf das schlicht gehaltene Design liefern.
Ferrari Luce
Bekannt ist mittlerweile, dass das erste Ferrari-Elektroauto über 1.000 PS, eine 122-kWh-Batterie (Bruttokapazität) und 800-Volt-Technik für eine DC-Ladeleistung von bis zu 350 kW haben wird. Auch der Name des Elektro-Ferraris steht fest und das Exterieur des „Luce“ soll im Mai 2026 enthüllt werden – natürlich in Italien. Die veröffentlichten Interieur-Bilder zeigen ein klares Interieurdesign.
„Der Name „Luce“ ist mehr als ein Name. Es ist eine Vision. Wenn Ferrari von Luce spricht, definiert das Unternehmen keine Technologie, sondern eine Philosophie: Elektrifizierung als Mittel zum Zweck, nicht als Selbstzweck – eine neue Ära, in der Design, Ingenieurskunst und Vorstellungskraft zu etwas völlig Neuem verschmelzen. Schlicht, pur und ausdrucksstark wird Luce zum Symbol für Klarheit und Inspiration und verkörpert Ferraris Innovationsansatz: kompromisslose Vision, transparentes Design, eine in jeder Faser spürbare, stille Energie und eine Form, die von der Funktion bestimmt wird. “
Ferrari, Pressemitteilung
Klares Interieur
Unter der Leitung von Flavio Manzoni arbeitete das „Ferrari Styling Centre“ zusammen mit dem vom ehemaligen Apple-Designchef Jony Ive gegründetem Designstudio „LoveFrom“ zusammen an einem klaren, einfachen und innovativem Interieur. So findet man im Ferrari Luce zahlreiche physische Bedienelemente und nur schlichte Anzeigen im klassischen Stil.
„Entgegen der gängigen Annahme, dass Elektroautos von großen Touchscreens dominiert werden müssen, sind viele Bedienelemente des Ferrari Luce mechanisch und präzise konstruiert, um eine intuitive und angenehme Bedienung zu gewährleisten und jede Interaktion einfacher und direkter zu gestalten. Inspiriert von klassischen Sportwagen und Formel-1-Rennwagen, ist die Benutzeroberfläche übersichtlich gestaltet und auf die wesentlichen Funktionen reduziert.“
Ferrari, Pressemitteilung
Lenkrad und Optik von Rundinstrumenten
Hinter dem Dreispeichen-Lenkrad in Aluminiumstruktur befinden sich Rundinstrumente im klassischen Stil, wobei zwei Bildschirme übereinander liegen, um einen Eindruck einer Vertiefung im Kombiinstrument zu schaffen. Ein Highlight ist, dass sich das Kombiinstrument bewegt beim Lenken. Das Lenkrad hat rechts und links jeweils ein Bedienfeld mit physischen Tasten für die Einstellungen wie Fahrmodus, Scheibenwischer oder Anpassung an den Fahrbahnuntergrund:
Schlüssel
Laut Ferrari sei das Starten des Elektrofahrzeugs „ein inszeniertes und unvergessliches Erlebnis“, denn beim Einstecken des Schlüssels in die Halterung an der Mittelkonsole wird eine abgestimmte Sequenz ausgelöst und die Schlüsselfarbe wechselt von Gelb zu Schwarz. Den „Übergang vom Stillstand zur Bewegung“ signalisieren aufleuchtende Elemente wie Bedienfeld und Instrumententafel.
Zentrales Bedienfeld
Im Zentrum findet man ein kugelgelagertes Bedienfeld, welches zum Fahrer oder Beifahrer ausgerichtet werden kann und vier Modi bietet: Uhr, Chronograph, Kompass und Launch Control. Eine darunterliegende Handballenauflage vereinfacht die Bedienung und die physischen Schalter steuern Klimaanlage und Sitzheizung.
Integrierter Multigraph
Das zentrale Bedienfeld hat eine integrierte Analog-Uhr in der oberen rechten Ecke. Das entwickelte Uhrwerk mit drei unabhängigen Motoren zur Zeigerbewegung soll ein Symbol für Präzision und Innovation sein. Vor Kratzern schützt das Corning Gorilla Glass.
Getriebewählhebel
Vorne an der waagerecht gehaltenen und gepolsterten Mittelkonsole befindet sich der Getriebewählhebel, worüber sich der Fahrmodus einstellen lässt und weitere physische Schalter bieten eine Steuerung der Fenster oder zur Aktivierung der Warnblinkanlage.
Sitze
Für ein modernes und zeitloses Design sorgen auch die Sportsitze im Ferrari Luce. Die verstärkte Kopfstütze enthält das Ferrari-Logo und die Nähte an den Polsterungen runden das einheitliche Gesamtbild der klaren Designlinie ab.
Fazit
Ferrari liefert mit den Bildern viele Einblicke auf das kommende vollelektrische Sportfahrzeug. Im Innenraum beziehungsweise im Cockpit findet man nur wenig futuristische Elemente und auch bleibt das Gesamtbild sehr schlicht, aufgeräumt und auf das Wesentliche beschränkt. Im Mai 2026 soll dann endlich das Exterieur des Ferrari Luce gezeigt werden und es bleibt spannend, was die Marke beim Karosserie-Design sowie Aerodynamik präsentieren wird. Bis dahin bleibt vorerst nur die Geschichte zum Ferrari Luce:















