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Denny Krull 17. November 2025

Aufgrund von mangelnder Nachfrage wurde die Produktion der 150-kWh-Halbfestkörperbatterie eingestellt, wie William Li, Nio CEO, nun bekanntgegeben hat.

Die „Ultra-Langstrecken-Batterie“ von Nio wurde bereits im Jahr 2021 angekündigt und nach mehreren Verzögerungen erfolgte dann im Jahr 2023 ein Testlauf. Nach der 2024 gestarteten Serienproduktion wurde das Projekt nun eingestellt – wegen mangelnder Kundennachfrage.

150-kWh-Halb-Festkörperbatterie

Die bei der ursprünglich als „Solid-State-Battery“ angekündigten Batterie stellte sich heraus, dass es sich um eine Semi-Solid-State-Battery (Halbfestkörperbatterie) handelt. Anstelle eines vollständig festen Elektrolyten handelte es sich um einen halbfesten Polymer-Elektrolyt, der zum Einsatz kam. Kunden hatten die Möglichkeit, optional auf das 150-kWh-Batteriepaket aufzurüsten.

Langstreckentest

Nach der Ankündigung der 150-kWh-Batterie 2021 erfolgte ein erster Langstreckentest im Jahr 2023, welcher persönlich von William Li, Nio CEO, durchgeführt wurde. Abwechselnd mit anderen Fahrern wurde in 14 Stunden die Langstreckentauglichkeit bewiesen und die, in einem Nio ET7 eingesetzte Batterie, ermöglichte eine Reichweite von über 1.000 Kilometern. Die Fahrstrecke betrug exakt 1.044 Kilometer und die durchschnittliche Geschwindigkeit lag bei 83,9 km/h. Nach dem Langstreckentest zeigte sich der Nio-Gründer zuversichtlich:

„Mit dem Abschluss dieses Reichweitentests wird die 1.000-Kilometer-Marke für intelligente Elektrofahrzeuge überschritten, was die Umstellung der Automobilindustrie von Benzin- auf Elektroantrieb weiter vorantreiben wird.“

Einstellung der Produktion

Das Portal Electrive-Vehicles.com bezieht sich auf Aussagen von William Li, Nio CEO, dass es sich bei der 150-kWh-Batterie um ein wertvolleres Marketinginstrument gehandelt hat, aber sie nicht von den Kunden angenommen wurde und eine Einführung in den europäischen Markt ausgeschlossen sei. Seit der Serienproduktion wurden nur etwa „mehrere hundert Akkus“ hergestellt und es wurde festgestellt, dass dieses Pack „tatsächlich nicht so oft“ genutzt wurde – also mehr Marketing als Nutzen.

Zwar bot die Batterie eine Energiedichte von bis zu 360 Wh/kg, allerdings sei sie auch teurer gewesen und die hohe Anzahl der verfügbaren Batteriewechselstationen in China erschwerte den Verkauf, weshalb sich „97% der Nutzer für die 75-kWh-Variante gegenüber der 100-kWh-Variante“ entscheiden.

„Viele von ihnen nutzen solche Akkus tatsächlich nicht oder rüsten nicht darauf auf. Das liegt daran, dass wir in China ein besser zugängliches Netz für den Akkutausch haben. (...) Denn sie stellen fest, dass man bei so vielen Ladestationen weder einen sehr großen Akku noch eine sehr große Reichweite für das Auto benötigt“

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