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Simon Gralki 23. August 2025

Trotz wachsender Verkäufe kämpft das chinesische Start-up Unternehmen NIO ums Überleben. Diese Aussage kommt nicht von einem Analysten, sondern vom CEO William Li selbst.

Erst vor zwei Tagen wurde der neue ES8, das Flaggschiff-SUV von Nio offiziell in China vorgestellt. Der Vorverkauf läuft an und wie wichtig der Erfolg vom diesem Elektroauto ist, zeigen die Aussagen von CEO William Li auf einer anschließenden Medienveranstaltung. 

"Wir haben den Preis von ES8 dahin gebracht, wo er sein sollte. Die Preisanpassung ist kein kurzfristiger Schritt, sondern ein Ergebnis von Nios Fähigkeit, sich anzupassen"

Nio muss die Verkäufe seiner Elektroautos ankurbeln. Seit Gründung des Start-ups wurden nur rote Zahlen geschrieben. Damit Nio schwarze Zahlen schreiben kann, muss das Unternehmen in diesem Jahr rund 440.000 Fahrzeuge verkaufen. Bis jetzt hat das Unternehmen weltweit gerade einmal rund 115.000 Einheiten verkauft.

Umso höher liegt der Druck auf den Nio ES8, nun in der dritten Generation. Um die Verkäufe anzufeuern, kommt das SUV Ende September 25 Prozent günstiger auf den Markt, als die vorherige Generation. Einige Kunden die sich zuletzt noch einen ES8 der alten Generation erworben haben, dürfte die Ankündigung nicht zur Gemüte tragen, das weiß auch William Li.

"Nio muss das Gesamtbild priorisieren, da Überleben das Wichtigste ist. Die neue Preisgestaltung mag kurzfristig die Gefühle einiger bestehender Nutzer verletzen, aber langfristig wird diese Preisstrategie Nio dabei helfen, seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem harten Markt aufrechtzuerhalten.“

Ziel die Kosten zu reduzieren

Auf der einen Seite versucht Nio die Abverkäufe durch Preisreduktion zu erhöhen, auf der anderen Seite soll auch Kosten eingespart werden. Wie William Li erklärt, möchte man die Kosten unter Kontrolle bringen. So hat das Unternehmen mit seinen Zulieferer neue Preise ausgehandelt um die Beschaffungskosten zu reduzieren. Auch wurde viel in die eigene Entwicklung von Komponenten investiert, wie zum Beispiel dem Shenji NX9031 5-nm-Chip. Im Vergleich zum Nvidia Orin X-Chip konnte man hier viel Geld einsparen.

In Anbetracht der Forschungs- und Entwicklungskosten gab Li zu, dass in der Vergangenheit „nicht jeder Cent der 60-Milliarden-Yuan-Investition hocheffizient war“. Man wolle in Zukunft die Investitionen in diesem Bereich zwar nicht reduzieren, aber die Effizienz verbessern.

Bleibt der Erfolg aus?

Der Druck auf Nio ist hoch, insbesondere auf dem Markt in China. Doch auch in der Expansion kommt Nio nicht weit. Hierzulande kann das Unternehmen nach wie vor keinen Fuß fassen. Die Zulassungszahlen zeigen da ein klares Bild ab. Ob sich da etwas in Zukunft ändern wird?

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Hintergrund:
Quelle: CarNewsChina

Simon Gralki

Elektrisch mit einem VW ID.3 (seit 2024) und einem VW ID.Buzz (seit 2025) unterwegs.

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