Mit der Durchsetzung der geplanten E-Car-Klasse für Europa könnte ein vollelektrischer Citroën C1-Nachfolger in die Realität umgesetzt werden.
Wir berichteten bereits über die Planung einer E-Car-Klasse für Europa, wobei Zulassungsrichtlinien gelockert und erschwinglichere, mit weniger Assistenz- und Sicherheitssystemen ausgestattete Kleinwagen für den europäischen Markt zugelassen werden sollen. Laut einem Bericht von Autocar zieht Citroën ein günstiges C1-ähnliches Elektrofahrzeug in Erwägung.
Citroën C1
Im Jahr 2005 brachte Citroën den ersten C1 auf den Markt und schnell entwickelte sich das kompakte Stadtauto zu einem der beliebtesten Modelle in Europa. Dank des günstigen Anschaffungspreises, der niedrigen Unterhaltskosten, seiner Kompaktheit sowie Wendigkeit eignete sich der C1, egal ob als Erst- oder Zweitwagen, ideal für den Stadtverkehr.
Zurückgegangenes Angebot
Das Angebot an kompakten und vor allem günstigen Fahrzeugen für das A-Segment schrumpfte in den letzten Jahren immer mehr. Zwar stellen einige Hersteller interessante Studien vor, wie beispielsweise die des drei Meter langen Dacia Hipster Concept, aber das Angebot solcher kompakten Elektroautos bleibt noch aus und die Lücke zwischen elektrischen L6e/L7e-Fahrzeugen und Elektro-Kleinwagen wie dem Fiat 500e muss noch geschlossen werden.
Elektrischer Nachfolger
Anlässlich der Vorstellung der Citroën ELO Minivan-Studie äußerte sich Xavier Chardon, Citroën-CEO, gegenüber Autocar, dass die Verwirklichung eines elektrischen C1-Pendants möglich wäre, wenn die E-Car-Klasse in Europa durchgeführt wird. Laut dem Bericht könnte ein A-Segment-Elektrofahrzeug für unter 15.000 Pfund (etwa 17.100 Euro) angeboten werden.
Zu der Nachfrage, ob die vorgestellte ELO-Studie ein potentielles Elektro-Modell wäre, erklärte Xavier Chardon, dass ein Modell „unterhalb des C3“ wichtig(er) sei und es ein Teil der Citroën-DNA ist, Fahrzeuge für das A-Segment zu entwickeln. Der Citroën ELO mit dem modularen Innenraum wäre schlichtweg zu teuer:
„Für uns ist E-Car wichtiger, um ein Auto zu definieren, das unterhalb des C3 angesiedelt ist, ein Auto, das zugänglicher ist, denn dieses Auto [das ELO-Konzept] ist zwar recht kompakt, aber man sieht ja, dass es mit seiner internen Struktur – der Modularität, der Flexibilität – niemals eine Einstiegsversion der zukünftigen Modellreihe sein wird.“
Xavier Chardon, Citroën CEO, gegenüber Autocar
Auch sei die reine Elektromobilität „nicht der einzige Weg“, Elektro-Kleinwagen sowohl bezahlbar als auch wirtschaftlich zu machen, doch die EU müsse die Hürden reduzieren:
„Ein Auto für 15.000 Euro ohne Subventionen zu elektrifizieren, ist alles andere als einfach. Und wenn die Europäische Union ständig neue Vorschriften fordert, unterstützt uns das nicht in dieser Richtung.“
Xavier Chardon, Citroën CEO, gegenüber Autocar
Fazit
Sollte die EU die E-Car-Klasse zulassen und die Richtlinien reduzieren, könnte das Angebot an Fahrzeugen für das A-Segment steigen und eine unerwartete Wiederbelebung stattfinden. Ob Citroën den C1 oder sogar die „Ente“ C2V als Inspiration für ein günstiges Kompaktmodell als Elektro-Stadtflitzer nimmt, bleibt abzuwarten, aber ist nicht ausgeschlossen. Bis dahin bleibt für Interessierte unsere Liste der aktuell verfügbaren Elektro-Kleinwagen.











