
Shell Deutschland hat ein Pilotprojekt zu dynamischen Preisen an Schnellladestationen gestartet. An über 1.600 Shell Recharge Ladepunkten richtet sich der Preis nach Schwankungen der Strompreisbörse.
Das von Shell gestartete Pilotprojekt soll Fahrern von Elektroautos dazu animieren, das E-Auto aufzuladen, wenn der Strompreis günstig ist. So soll an Schnellladern ein günstiger Preis ermöglicht werden, wenn die Strom-Nachfrage gering ist.
„Wer zu Zeiten lädt, in denen viel erneuerbare Energie im Netz ist, hilft, das Stromnetz zu stabilisieren und wir können zu diesen Zeiten etwaige Preisvorteile an die Kunden weitergeben“
Florian Glattes, General Manager Shell Mobility DACH
Angebot und Nachfrage
Laut Shell sei man der erste Ladesäulenbetreiber, der ein solches Projekt für das öffentliche Ladenetz startet. Mit der Orientierung am Spotmarkt beziehungsweise der Strompreisbörse steigt und fällt der Preis für das Aufladen, je nach Nachfrage und Belastung des Stromnetzes. So kann der Strompreis bei hoher Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit fallen und zu den Abendstunden wieder steigen, wenn beispielsweise private Haushalte wieder mehr Strom beziehen. Am ersten Tag des Projekts, der 30.06.2025, lag die höchste Preisdifferenz bei circa 6 Cent pro Kilowattstunde (kWh).
„Das Pilotprojekt soll Erkenntnisse liefern, wie attraktiv dieses Modell für Kunden ist und welchen Beitrag es zur Netzstabilität und zur Integration erneuerbarer Energien leisten kann.“
Florian Glattes, General Manager Shell Mobility DACH
Voraussetzung: Shell Recharge App oder Ladekarte
Das Projekt mit den tagesaktuellen Preisen steht nur Nutzern der Shell Recharge App oder Shell Recharge Ladekarte zur Verfügung. Nur, wenn man die Shell-App oder – Ladekarte nutzt, kann man die aktuellen Preise an der Ladesäule sehen und von den dynamischen Preisen beim Aufladen an Shell-Schnellladepunkten profitieren.
Noch günstiger laden mit dem Shell Recharge e-Deal
Zusätzlich zum dynamischen Preismodell an Shell-Schnellladern können Kunden den Shell Recharge e-Deal-Ladetarif buchen. Der monatliche Grundpreis beträgt dafür 4,99 Euro und Kunden sparen zusätzlich zu den dynamischen Preisen noch einmal 25%, was allerdings auf maximal 400 kWh pro Monat begrenzt ist. Abhängig vom aktuellen Strompreis kann man so laut Shell auf einen lohnenswerten Preis von 0,42 Euro pro Kilowattstunde (kWh) kommen.
Fazit
Shell hat mit den dynamischen Preisen ein interessantes Konzept gestartet und jetzt können Kunden selber entscheiden, ob sie die üblichen Ladezeiten anpassen und Geld beim Aufladen des Elektroautos sparen. Zwar ist man an die Nutzung der Shell Recharge App für iOS oder Android beziehungsweise an die Recharge Ladekarte gebunden, allerdings bieten diese auch Vorteile wie eine einfachere Abrechnung.





